Start-Up „Westphalia-Datalab“
„Informationen sind das Öl des 21. Jahrhunderts“

Münster -

Big Data mit 40 Mitarbeitern: Das münsterische Start-Up „Westphalia-Datalab“ sammelt und analysiert Daten aus dem Internet, um Mittelständlern ganz konkrete Fragen zu beantworten. Ihr Angebot sei der Verbrennungsmotor für das „Öl des 21. Jahrhunderts“, ist die Firma überzeugt.

Freitag, 26.01.2018, 09:00 Uhr
Sie hoffen auf den Erfolg von Westphalia Datalab (v.l.): Maximilian Konowski,, Marcus Gropp, Prof. Dr. Reiner Kurzhals, Felix Fiege, Cornelius Brosche Foto: Oliver Werner

Klappern gehört zum Handwerk: „Wir sind zehn Mal schneller und zehn Mal preiswerter als die Konkurrenz“, preist Prof. Reiner Kurzhals sein Unternehmen Westphalia-Datalab an.

So viel Ehrgeiz hat einen Preis: Westphalia-Datalab verdient kein Geld, zumindest derzeit nicht. Das verwundert auch nicht, denn das münsterische Start-Up ist gerade einmal zwei Monate am Markt – und tummelt sich in einer Branche, die kaum jemand kennt: Data-Science.

Was Unternehmensgründer Kurzhals, die beiden Geschäftsführer Cornelius Brosche und Marcus Gropp sowie die 40 Mitarbeiter ihren Kunden anbieten, ist eine „analytische Wertschöpfungsexpertise“. Oder wie im Firmenprospekt heißt: „Informationen sind das Öl des 21. Jahrhunderts – und Analysen der Verbrennungsmotor.“

 Fiege ist Mitbegründer

Aus den millionfach, ja vielleicht sogar milliardenfach im Internet vorhandenen Informationen sammeln und analysieren die münsterischen Datalab-Experten (bislang alles Männer) exakt die Informationen, die Mittelständler zur Beantwortung genau definierter Fragestellungen benötigen: Wie erkennt man Betrugsfälle? Wie erkennt man optimale Zeitpunkte für Wartungsarbeiten im eigenen Maschinenpark? Wie kann man Kundengruppen formen? Wie kann man Kündigungen vermeiden? Wie organisieren Logistiker eine optimale Routen- und Lagerplanung?

Apropos Logistik: Das münsterische Traditionsunternehmen Fiege ist Mitbegründer und „strategischer Investor“ des neuen Unternehmens.

„Wir sind auch Kunde“, erklärt Vorstand Felix Fiege. Als Logistikunternehmen mit 12.000 Mitarbeitern an 178 Standorten habe die Fiege-Gruppe ein ganz vitales Interesse zu wissen, wie sich Produkte, Branchen und Warenströme entwickeln.

Daten sind das Öl von heute

Ganz abgesehen davon möchte Fiege mit Westphalia-Datalab auch Geld verdienen. Wenn nicht heute, dann später.

Geschäftsführer Cornelius Brosche betont in diesem Zusammenhang nachdrücklich, dass es um eine Dienstleistung gehe und nicht um eine Bevormundung. „Wir verstehen die jeweiligen Branchen nicht besser als unsere Kunden.“

Das heißt: In einem intensiven Kommunikationsprozess werden die eingepflegten Informationen auf ihre Glaubwürdigkeit und die Ergebnisse auf ihre Plausibilität hin überprüft.

Gleichwohl sind sich alle Beteiligten einig: Auch traditionell arbeitende Mittelständler werden künftig „datengetrieben“ sein. Denn wie gesagt: Daten sind das Öl von heute.

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