Parksünder
Parkende Autos versperren Gehwege

Münster -

Der Parkdruck in Münster wächst, parkende Pkw auf Bürgersteigen nehmen zu. Wenn eine Mindestbreite von einem Meter nicht eingehalten wird, könnte der Wagen abgeschleppt werden.

Dienstag, 09.01.2018, 08:00 Uhr aktualisiert: 09.01.2018, 08:10 Uhr
Das Parken auf Gehwegen nimmt wie in diesem Fall auf der Robert-Blum-Straße zu und führt vor allem für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstuhlfahrer zu Enpässen. Foto: gh

Es fehlt spürbar an Parkraum in Münster. Immer mehr Autofahrer stellen darum ihre Fahrzeuge auch schon auf Gehwegen ab. In manchen Fällen sind die Bürgersteige aber noch breit genug für Fußgänger. In manchen Fällen aber müssen sich Fußgänger zwischen Fahrzeug und Hauswand hindurchschlängeln. Eine Anwohnerin an der Robert-Blum-Straße klagt darüber, dass ihr der Weg mit dem Rollator immer häufiger versperrt werde.

Parken auf Gehwegen ist nicht erlaubt

Das Parken auf Gehwegen ist nach Angaben von Norbert Vechtel, stellvertretender Leiter des städtischen Ordnungsamtes, grundsätzlich nicht erlaubt. Es sei denn, schränkt er ein, entsprechende Verkehrsschilder erlauben das Abstellen halb auf dem Gehweg und halb auf der Straße.

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Das Parken auf Gehwegen könnte durch die Stadt geahndet werden, wenn Fußgänger in solchen Fällen behindert und beeinträchtigt würden, fügt der Verkehrsexperte hinzu.

Die Stadt duldet das Parken auf den Bürgersteigen demnach aber auch nur, wenn niemand durch die abgestellten Fahrzeuge beeinträchtigt wird. Dies gilt aber nur für alle Straßen außerhalb des Promenadenrings, macht Vechtel deutlich. Außerdem müsse die Verkehrssituation vor Ort entsprechend sein. Innerhalb des Grüngürtels kennt die Stadt dagegen kein Pardon.

Mindestbreite von einem Meter

Generell gilt beim Parken auf Bürgersteigen die Einschränkung, dass ein Gehweg immer noch eine Mindestbreite von einem Meter haben muss. Sollte dies nicht der Fall sein, sagt Vechtel, könnten Fahrzeuge auch abgeschleppt werden. Gleiches gilt beim Parken auf Straßen. Konsequenzen könne nach Angaben des stellvertretenden Amtsleiters auch das Zuparken von Fahrbahnen habe. Vechtel spricht von einer Mindestbreite von drei Metern, die für die Durchfahrt einzuhalten sei.

Auch Fahrräder versperren den Gehweg

Ein wachsendes Problem vor allem innerhalb Münsters sind auch die mit Fahrrädern zugestellten Bürgersteige. Seit 2004 sei das Abstellen von Rädern auf Gehwegen erlaubt, erklärt Vechtel, der an Fahrradfahrer appelliert, Rücksicht zu nehmen. Wer beispielsweise mit dem Kinderwagen oder einem Rollstuhl vom Ring über die Wermelingstraße in Richtung Innenstadt geht, der muss die meiste Zeit die Straße benutzen. Norbert Vechtel verweist in diesem Zusammenhang bei Klagen auf den Servicedienst des städtischen Ordnungsamtes, der unter Telefon 492-1111 zu erreichen ist.

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Münsters Fahrrad-ABC: Von A wie Ampel bis Z wie Zeit

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    Alle Jahre wieder, zum Start des Wintersemesters, ist die Zeit der Frischlinge auf den Radwegen. Mit den neuen Studentinnen und Studenten erobern Tausende Neumünsteraner für sich die deutsche Fahrradhauptstadt. Für viele eine mitunter abenteuerliche Begleiterfahrung des Studienstarts. Hier für die Anfänger auf den Radwegen und alle Leezenliebhaber ein kleines Alphabet des Radverkehrs in Münster von unserer Redakteurin Karin Völker.

    Foto: dpa
  • A wie Ampel: Unbedingt beachten! Ampeln haben in Münster für Fahrradfahrer nicht bloß Empfehlungscharakter. Bei Rot also besser stehenbleiben. Erstens, weil alles andere gefährlich sein kann. Zweitens, weil als Strafe ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei und 100 Euro Strafe drohen. Sehr empfindlich fürs studentische Portemonnaie.

    Foto: Colourbox.de
  • B wie Bürgersteig: Er ist in Münster den Fußgängern vorbehalten. Es gibt ja auch meistens Radwege.

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  • C wie cholerische Anfälle: Sie sind trotz des hier verbreiteten gemäßigten westfälischen Temperaments bei diversen Verkehrsteilnehmern bisweilen zu beobachten. Gilt das Geschimpfe einem selbst, am besten die Ruhe bewahren.

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  • D wie Diskussionen: Sollte man als Fahrradfahrer besser mit anderen Verkehrsteilnehmern nicht anfangen, erst recht nicht mit Polizisten. Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Verkehrsregeln sind zwecklos.

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  • E wie E-Bike: Das Fahrrad mit Batterieverstärkung ist auf Münsters Radwegen schwer im Kommen. Vorsicht vor dem beachtlichen Tempo – wenn sportliche junge Menschen von älteren Herrschaften überholt werden, ist oft ein Akku im Spiel.

    Foto: Oliver Werner
  • F wie Fußgänger: Sie verdienen Rücksicht und Freundlichkeit – auch wenn es mitunter erscheint, die Fußgänger liefen prinzipiell auf Radwegen.

    Foto: Colourbox.de
  • G wie Geschwindigkeit: Tempo 30 in Wohngebieten gilt auch für Radler!

    Foto: Colourbox.de
  • H wie Hamburger Tunnel: Er ist während des Bahnhofsumbaus zentrale Verkehrsachse von und zum Gleis und Ort der friedlichen Koexistenz zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern.  Skeptiker staunen: Es funktioniert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • I wie Irren: Es ist menschlich und kommt bei allen Verkehrsteilnehmern vor. Auch wenn das Fahrrad bewegungsfördernder und umweltfreundlicher ist als das Auto: Auch Autofahrer haben im Verkehr manchmal Recht.

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  • J wie Jugend: Das Radfahren in Münster ist keineswegs nur ihr Privileg. In Münster strampeln  auch viele über 80-Jährige noch durch die Stadt. Fahrradfahren ist hier eine generationsübergreifende Angelegenheit – mit vielen Geschwindigkeiten.

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  • K wie Klauen: Der Fahrradklau ist in Münster ein verbreitetes Übel, das die Stadt in der Kriminalitätsstatistik regelmäßig schlecht aussehen lässt. Ein wenig helfen solide Schlösser.

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  • L wie Ludgerikreisel: Für viele Radler ein neuralgischer Punkt. Die Polizei empfiehlt: beherzt auf der Mitte der Spur fahren. Autos kommen meistens auch nicht schneller vorwärts als Radler.

    Foto: Oliver Werner
  • M wie Meimel: Ein münsterischer Ausdruck für Regen – und zwar dessen langanhaltende Form, und damit einer der natürlichen Feinde des Fahrradfahrers. Trotz häufiger Meimelgefahr lässt man sich in Münster nicht so leicht aus dem Sattel vertreiben. Viele auch nicht durch Schnee und Frost: Es gibt hier extra Streufahrzeuge für die Radwege.

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  • N wie Nase: Sie hat der Radfahrer immer im Wind. Nicht ausgeschlossen, dass im Winter dabei mal eine Erkältung rauskommt. Aber was gibt es Schöneres, als im Frühling unter den blühenden Silberlinden auf der Promenade herzuradeln? 

    Foto: Colourbox.de
  • O wie Ordnungshüter: Die Kräfte von Stadt und Polizei schenken dem Radverkehr sehr viel Aufmerksamkeit, besonders zu Semesterbeginn. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • P wie Parken: In Münster bisweilen auch für Fahrradfahrer nicht unproblematisch. Merke: Bürgersteige  gehören nicht zugestellt und immer merken, wo das Rad steht. Es soll Studenten geben, die ihre Leezen semesterlang gesucht haben.

    Foto: Colourbox.de
  • Q wie Quälerei: Kommt sogar im Fahrradparadies Münster vor – vor allem immer dann, wenn man Pannen hat.  Zum Glück gibt es an fast jeder Ecke einen Fahrradladen, der helfen kann.

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  • R wie Rücklicht: Sollte unbedingt ebenso wie das Vorderlicht funktionieren. Wenn man nicht selbst kontrolliert, ob es brennt – die Polizei tut es ohnehin und verteilt gegebenenfalls Knöllchen.

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  • S wie Stau: Gibt es in Münster, speziell während der Semesterzeiten auch auf Radwegen. Hier hilft nur Geduld.

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  • T wie Trunkenheit: Auch wer sich noch mit 1,6 Promille Alkohol im Blut für fahrtüchtig hält: Lieber das Rad schieben! Denn auch Fahrradfahrer erwarten Alkoholkontrollen durch die hiesige Polizei. Kein Scherz: Im Extremfall werden Fahrradfahrverbote verhängt.

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  • U wie Unfälle: Sie passieren leider – trotz vieler Maßnahmen der Verkehrsplaner und Polizei immer noch zu häufig. Ein Helm kann manchmal das Schlimmste verhindern. 

    Foto: Colourbox.de
  • V wie Vorsicht: Auch defensive Radfahrer kommen ans Ziel, mitunter sogar schneller als die Draufgänger.

    Foto: Colourbox.de
  • W wie Waschanlage: Luxus, wenn man seinem Drahtesel mal was Gutes will. Gibt es tatsächlich speziell für Fahrräder – im Fahrradparkhaus am Bahnhof.

    Foto: Presseamt/Joachim Busch
  • X&Y sind die Unbekannten und stehen für das Unerwartete beim Radfahren – zum Glück ist das nicht nur der plötzliche Plattfuß. Es gibt auch den Flirt beim Warten an der roten Fahrradampel. . .

    Foto: Colourbox.de
  • Z wie Zeit: Wer in Münster Rad fährt, spart meistens kostbare Minuten. Faustregel: Je näher man sich im Stadtkern bewegt, desto größer die Zeitersparnis. Autofahrer kommen fast immer langsamer ans Ziel.

    Foto: Colourbox.de

 

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