„Die beste Zahl seit 2007“ Allwetterzoo zählt 2017 fast 650. 000 Besucher

Münster -

Ein Besucher-Plus von mehr als fünf Prozent ist eine erfreuliche Zahl. Zoo-Direktor Dr. Thomas Wilms sieht sich in seinem Konzept bestätigt.

Von Lukas Speckmann
„Die beste Zahl seit 2007“: Allwetterzoo zählt 2017 fast 650. 000 Besucher
Chinesische Lichter im Zoo. Foto: Etzkorn

Die Besucherzählung ist abgeschlossen: 2017 kamen 649 116 Menschen in den Allwetterzoo. Das sind 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr mit 614 .260 Besuchern.

Aufmerksame Zoo-Freunde erinnern sich, dass vor einigen Jahren von der Millionengrenze die Rede war. Denen erklärt Zoo-Sprecherin Stefanie Heeke geduldig, dass sich die Berechnungsgrundlage geändert habe. So werden seit 2015 die Inhaber von Jahreskarten nicht mehrfach erfasst – nach der alten Methode hätte man auch 2017 über 900. 000 Besucher zählen können. Die aktuelle Zahl sei „die beste seit 2007“, sagt Dr. Thomas Wilms. „Schön wäre es natürlich gewesen, wenn wir die 650. 000 geschafft hätten.“

Der Trend geht nach oben, meint der Zoodirektor. Das Konzept mit „mehr Highlights“ auch für neue Zielgruppen habe sich bewährt: „Wenn ich auf das Jahr zurückblicke, sind wir mit dem Veranstaltungshighlight Chinesische Lichter gestartet, und mit dem einwöchigen Tatort Münster-Dreh konnten wir das spannende und abwechslungsreiche Jahr im Dezember abschließen.“

Die Chinesischen Lichter blieben mit 38 .000 Besuchern allerdings hinter den Erwartungen zurück. Andererseits sei die Schau von anderen Tiergärten übernommen worden, die nun von den münsterischen Erfahrungen profitieren. Der Allwetterzoo plane für 2018 andere Veranstaltungen: etwa eine Ausstellung zur Biodiversität der Spinnen mit einer Vielzahl lebender Tiere, einen Galaktischen Tag am 5. Mai mit dem Star- Wars-Fan-Club und eine Halloween-Party der anderen Art am 31. Oktober.

Die tierischen Höhepunkte des vergangenen Jahres: der kleine Nashornbulle Amiri, und das Rucksack-Känguru Alinga, das von seinem Pfleger mit der Flasche großgezogen und im Rucksack durch den Zoo getragen wurde. Neue Tierarten sind ein Paar der stark bedrohten Zweifarbtamarine, ein Zweifingerfaultier, grüne Baumeidechsen sowie Oman-Dornschwanzagamen. Das größte vollendete Bauprojekt 2017 war die im September eröffnete neue Tiger- und Leoparden-Anlage. Die Tiere hätten sich gut eingelebt: „Jetzt hoffen wir auf Nachwuchs bei den Leoparden in 2018 und auf eine zuchtfähige Tigerkatze, denn mit Nely können wir leider nicht mehr züchten“, erklärt Dr. Wilms. Für die kleinen Zoobesucher ist der neue asiatische Spielplatz am Elefanten-Park attraktiv.

Erfolgreich führte der Zoo nach eigenen Angaben seine beiden Artenschutz-Projekte in Vietnam und Kambodscha durch; in Vietnam wurde der Bestand der Goldkopflanguren stabilisiert, in Kambodscha wurden Exemplare des hochbedrohten Riesenibisses gesund gepflegt. Eigene Zuchterfolge gelangen 2017 bei Schildkröten und Gänsegeiern.

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