Stadt und Radstation-Betreiber verlängern Zusammenarbeit Bremer Platz fest im Blick

Münster -

Die Radstation auf der Westseite des Hauptbahnhofs ist ein Erfolg, die neue Radstation am Bremer Platz soll einer werden. Deshalb vereinbarten die städtische WBI als Bauherr und Georg Hundt als Betreiber eine Zusammenarbeit.

Von Klaus Baumeister
Der Betreiber der Radstation am Hauptbahnhof soll auch die Radstation am Bremer Platz übernehmen. Das wurde jetzt vereinbart.
Der Betreiber der Radstation am Hauptbahnhof soll auch die Radstation am Bremer Platz übernehmen. Das wurde jetzt vereinbart. Foto: Matthias Ahlke

Klaus Kötterheinrich ist Chef des städtischen Parkhausbetreibers WBI. Georg Hundt ist als Geschäftsführer der Radstation am Hauptbahnhof einer der führenden Leezen-Lobbyisten in der Stadt.

Vor diesem Hintergrund ist es schon bemerkenswert, dass die WBI seit 18 Jahren geschäftlich mit Hundt verbandelt ist und beide Seiten jetzt auch beschlossen haben, die Zusammenarbeit fortzusetzen. „Ich hatte in den vergangenen Jahr nie eine Veranlassung, einen Blick in den Vertrag zu werden, das ist ein gutes Zeichen“, so Kötterheinrich.

Rückblick: 1997 beauftragte die Stadt Münster („gegen unseren Willen“, so Kötterheinrich) die WBI damit, vor dem Hauptbahnhof eine Radstation mit 3300 Plätzen zu errichten. Als die Tiefgarage fertig war, war die WBI laut Kötterheinrich froh darüber, mit Georg Hundt einen Betreiber zu finden. Eine Anfrage bei allen Fahrradhändlern in Münster blieb nämlich ergebnislos.

Der bestehende Vertrag läuft bis 2019. Dass Kötterheinrich und Hundt bereits jetzt ihre Unterschrift unter eine Verlängerung für weitere zehn Jahre setzten, hängt mit der Entwicklung auf der Ostseite des Hauptbahnhofs zusammen.

Dort entsteht in Verantwortung des Aachener Unternehmens Landmarken bald ein weiteres Empfangsgebäude. Zu dem Gebäudekomplex gehört auch eine Radstation mit 2200 Plätzen, die die WBI zum gegebenen Zeitpunkt als Rohbau übernehmen und ausbauen soll.

Dabei möchte Kötterheinrich den aktuellen Radstation-Betreiber Hundt auf jeden Fall an seiner Seite haben, deshalb die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Will sagen: Die WBI hat großes Interesse daran, dass die Radstationen auf beiden Seiten des Bahnhof von einer Firma bewirtschaftet werden.

Der heute 63-jährige Georg Hundt will nach eigenem Bekunden während der Bau- und Aufbauphase am Bremer Platz selbst präsent sein und dann – wenn vermutlich Anfang des nächsten Jahrzehnts alles läuft – die firmeninterne Nachfolge regeln. Kötterheinrich wiederum geht bereits Ende des Jahres in den Ruhestand.

Ruhig ist es derweil am Hauptbahnhof nicht. Nach Auskunft von Georg Hundt ist der Andrang auf die 3300 Plätze in seiner Radstation mit Eröffnung des neuen Hauptbahnhof noch einmal größer geworden. Gemeinsam mit der WBI drängt er überdies darauf, dass das Räderchaos am Bahnhof nicht noch größer wird.

„Es kann nicht sein, dass die Behindertenparkplätze zugestellt werden.“

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