Heiko Maas beim Promenadenfest der SPD Prominenter Besuch auf dem Promenadenfest

Münster -

Als Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) am Sonntagnachmittag die Bühne betritt, will er eigentlich sofort mit seiner Rede beginnen. Doch das Mikrofon ist etwas zu hoch eingestellt. „Tut mir leid, ich bin ein bisschen klein“, scherzt Maas. Besonders viel sagen möchte er eigentlich auch nicht. „Sie wollen ja alle ihren Spaß haben. Deshalb rede ich nur kurz“, sagt der Minister. Maas ist der Einladung der SPD Münster gefolgt, die sich über den Besuch des prominenten Politikers beim Promenadenfest freut.

Von Maximilian Keldenich
Heiko Maas beim Promenadenfest der SPD : Prominenter Besuch auf dem Promenadenfest
Foto: Maximilian Keldenich

Etwas zu sagen hat Maas dann doch, der viele junge Gesichter auf dem Fest bemerkt. Dabei erinnert er an seinen Auftritt im letzten Jahr in Zwickau, als rechte Chaoten die Veranstaltung störten. Vor allem der Aufstieg der AfD bereitet dem Justizminister Sorgen. „Sie spielen Leute gegeneinander aus und bezeichnen das Holocaust-Mahnmal als Denkmal der Schande. Diese Partei ist keine Alternative, sondern eine Schande für Deutschland“, sagt Maas, der an die Zuhörer appelliert, bei den kommenden Wahlen Haltung zu zeigen.

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Am Morgen hatte Maas Bergkamen besucht, früher eine Hochburg des Bergbaus. Es sind Regionen wie diese, in denen das Kernklientel der SPD zu Hause ist. Und auch für die Arbeitnehmer als klassischer Zielgruppe der Sozialdemokratie hat Maas eine klare Botschaft. „Es geht um Arbeit in Würde. Nicht nur am 1. Mai, sondern 365 Tage im Jahr“, sagt Maas.

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Nach seiner Rede besorgt sich der Minister erst einmal einen Kaffee, den er wie gewohnt mit Milch trinkt. Er stellt sich den Fragen der Bürger, die den Minister belagern. Viele wollen etwas zum Thema Rente wissen. Auch hier hat Maas klare Antworten. Die SPD wolle sich für eine Solidarrente einsetzen, die eine Aufstockung der Altersrente für Arbeitnehmer vorsieht, die trotz langer Berufstätigkeit nicht von ihren Bezügen leben können. Eine Abkehr von der Agenda 2010 sei das aber nicht: „Wir wollen Konzepte für die Zukunft entwickeln“, so Maas. 

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