Zoochef zieht gemischte Bilanz Nur 36 000 beim China-Lichterzauber

Münster -

Die Aktionswochen „Chinesische Lichter“ haben dem Zoo statt der erhofften 50 000 nur 36 000 Besucher beschert. Trotzdem zeigt sich Zoochef Dr. Thomas Wilms zufrieden.

Von Helmut Etzkorn
Dr. Thomas Wilms hätte sich mehr Besucher bei den „Chinesischen Lichtern“ gewünscht.
Dr. Thomas Wilms hätte sich mehr Besucher bei den „Chinesischen Lichtern“ gewünscht. Foto: hpe

Das Klassenziel wurde zwar deutlich verfehlt, dennoch ist Zoochef Dr. Thomas Wilms „im Ergebnis nicht unzufrieden“: Statt der erhofften 50 000 Besucher kamen in den vergangenen sechs Wochen nur rund 36 000 Menschen zu den „Chinesischen Lichtern“ in den Allwetterzoo.

Finanziell kommt der Tierpark nach eigener Einschätzung mit einem blauen Auge davon. „Nichts verdient, aber auch keine Verluste gemacht“, so Wilms. Hauptgrund für die an vielen Abenden doch eher schwache Resonanz war das Wetter. „Es war fast an allen Abenden kühl und regnerisch. Wäre es zumindest an einigen Abenden frühsommerlich warm gewesen, hätten wir deutlich mehr Besucher gehabt“, glaubt Wilms.

Erreicht habe man durch die spektakulären Lichtin­stallationen aber „eine hohe Aufmerksamkeit bei Menschen, die bislang noch nicht den Zoo besucht haben“, meint der Direktor. Besonders junge Menschen aus der „Generation Facebook“, die nicht zu den typischen Zoogängern gehörten, seien gekommen.

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Vereinzelt sei kritisiert worden, dass die Tierhäuser abends geschlossen waren. „An 45 Abenden wäre das aber auch den Tieren nicht zumutbar gewesen“, glaubt Wilms. Besser wäre im Nachhinein betrachtet wohl der Winter gewesen, weil es dann deutlich früher dunkel wird. Der Zoo Köln beispielsweise wird die „Chinesischen Lichter“ ab Dezember präsentieren.

Lob für Qualität und Atmosphäre

„Wenn wir das noch einmal wiederholen, dann bestimmt nicht mehr im Frühjahr“, so Wilms. Allgemein gelobt wurde die Atmosphäre und die Qualität der beleuchteten Figuren, auch das Programm der Künstler aus Fernost sei okay gewesen. Selbst tagsüber hätten die Figuren gut gewirkt und dem Zoo mehr Tagesbesucher beschert. Im ersten Quartal 2017 kamen inklusive der Lichterschau rund 50 000 Menschen mehr in den Zoo als im Vergleichszeitraum 2016.

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