Promenade: „Radler nicht bevorzugen“ Debatte um Vorfahrt

Münster -

Der Automobil-Club (AC) Münster erteilt Überlegungen von Grünen und Oberbürgermeister Markus Lewe zu einer geänderten Vorfahrtsregelung auf der Promenade eine Absage. Er lehnt es ab, an vielen Promenaden-Kreuzungen die Vorfahrt zugunsten der Radfahrer auf dem Grüngürtel zu ändern. AC-Vorsitzender Wolfgang Husch spricht angesichts dessen von „absurden Überlegungen“ und meldet Sicherheitsbedenken an.

Über die Vorfahrtsregelung auf der Promenade wird kontrovers diskutiert.
Über die Vorfahrtsregelung auf der Promenade wird kontrovers diskutiert. Foto: Oliver Werner

„Wer das Verhalten vieler Radfahrer zum Beispiel am Ludgerikreisel beobachtet, kann nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen“, so Husch. Er befürchtet, dass es nicht nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger und letztlich Radfahrer treffen würde, wenn die Radfahrer auf der Promenade mit unverminderter Geschwindigkeit die querende Straße kreuzen dürften.

Grüner Pfeil denkbar

„Und ortsfremde Autofahrer werden völlig überrascht sein, dass hier Radfahrer Vorfahrt haben, obschon die Optik dies nicht hergibt“, so der AC-Vorsitzende. Anfreunden könnte sich der Automobil-Club mit einem grünen Pfeil für rechts abbiegende Radler, wie er in Düsseldorf angedacht ist. „Das wäre einen Versuch wert, damit die Zahl der vor der Einmündung wartenden Radfahrer zu reduzieren. Allerdings bleibt zu bedenken, wie sich die Radfahrer untereinander arrangieren.“

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