Privatspende Palliativversorgung: Startschuss mit 25 000 Euro

Münster -

Die neue „Münsterinitiative“ ist auf dem Weg – und das bereits mit einem ansehnlichen Startkapital: Mit Übergabe einer Privatspende in Höhe von 25 000 Euro endete am Freitag im Herz-Jesu-Krankenhaus in Hiltrup das erste Arbeitstreffen einer von Dr. Stefan Nacke und den Domfreunden initiierten Offensive, die das Thema Palliativversorgung in die breite Öffentlichkeit tragen möchte (wir berichteten).

Von Norbert Tiemann
Auftaktkonferenz mit (v.l.) Peter Glahn (Domfreunde), Dr. Stefan Nacke, Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson, Prof. Dr. Winfried Hardinghaus (Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes), Dr. Wolfgang Clasen (Chefarzt Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup) und Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller.
Auftaktkonferenz mit (v.l.) Peter Glahn (Domfreunde), Dr. Stefan Nacke, Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson, Prof. Dr. Winfried Hardinghaus (Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes), Dr. Wolfgang Clasen (Chefarzt Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup) und Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller. Foto: Matthias Ahlke

Der Tagungsort des Hiltruper Krankenhauses war dafür nicht zufällig gewählt: Die dortige Palliativstation feiert ihr zehnjähriges Bestehen und möchte, so Chefarzt Dr. Clasen, die Zahl der Betten erhöhen und die Infrastruktur verbessern, „mehr Platz und Raum für unsere Patienten schaffen“.

Auch dabei möchte die „Münsterinitiative“ helfen, indem sie um Spenden für den Neubau und die Erweiterung der Herz-Jesu-Palliativstation wirbt. „Als Dank für die ausgezeichnete und so liebevolle Versorgung und Betreuung“ seiner dann schließlich verstorbenen Mutter spendete deren Sohn 25 000 Euro für das ehrgeizige Bauprojekt.

„Eine tolle Sache“ – so reagierte Dr. Clasen auf die Idee der „Münsterinitiative“, für dieses Projekt einen Architekten-Wettbewerb auszuschreiben; zumal sich ein Vorsitzender für die Jury bereits gefunden hat: Architekt und Designer Dieter Sieger wird sich dieser Aufgabe annehmen. „Da kann man sich doch so tolle Dinge vorstellen, mit viel Licht und Farbe“, sprühte Sieger beim Arbeitstreffen schon vor Tatendrang.

Nachgedacht wird auch über ein Forschungsstipendium, über Fortbildungen für Religionslehrer und eine umfangreiche Veranstaltungs- und Vortragsreihe. „Um das Bewusstsein zu fördern, dass Palliativmedizin und -pflege sowie die Hospize eine gute Alternative bieten, in der letzten Etappe des Lebens auf Maßnahmen zur Sterbehilfe zu verzichten“, fasste Dr. Nacke vor einem großen Kreis Interessierter zusammen.

Dr. Ulrike Hofmeister, Geschäftsführerin des Palliativnetzes Münster, begrüßte die „Münsterinitiative“ ausdrücklich – und lud Dr. Nacke direkt zum nächsten Treffen ein.

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