Thema Migration und Integration Münster mischt mit bei transatlantischem Austausch

Münster -

Die Stadt Münster wurde als eine von fünf deutschen Kommunen zum Transatlantischen Austausch mit Städten in den USA über das Thema Migration und Integration eingeladen. An dem Fachaustausch vom 29. April bis 10. Mai nimmt eine fünfköpfige Delegation aus Verwaltung, Politik, Migrantenorganisationen, Kirche und Polizei teil. Im Herbst wird ein Gegenbesuch aus den USA in Deutschland erfolgen.

Migrationsdezernent Jochen Köhnke
Migrationsdezernent Jochen Köhnke Foto: isa

Das Austauschprogramm wurde noch zur Zeit der Obama-Regierung geplant und wird in diesem Jahr zum zweiten Mal durchgeführt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Es wird vom US-Außenministerium, vom Bundeswirtschaftsministerium, der Robert-Bosch-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und von BMW finanziert. „Es bietet eine einmalige Gelegenheit, im Integrationsbereich tätige Praktiker in den Austausch zu vielversprechenden Ansätzen von Praktikern in den USA zu bringen“, so Jochen Köhnke, Dezernent für Migration und interkulturelle Angelegenheiten der Stadt.

Neben Münster wurden Düsseldorf, Leipzig, Freiburg und der Kreis Düren ausgewählt. Für Münster sprach unter anderem, dass schon früh ein Migrationsleitbild und - verbunden mit einem Mediationsprozess - ein Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen erarbeitet wurde. Auch die gute Zusammenarbeit in Netzwerken, zwischen Verwaltungen, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften, Integrationsrat und Rat war ein wesentlicher Gesichtspunkt.

Gemeinsam mit Köhnke nehmen aus Münster an dem Austausch teil: Türkan Heinrich (Radio Kaktus, ehemaliges Mitglied des Integrationsrates), Pfarrer Frank Beckmann (Evang. Kirche), Ratsfrau Maria Winkel sowie Jörg Allkemper (Kontaktbeamter der Polizei für muslimische Institutionen). Die münstersche Delegation startet den Austausch gemeinsam in Washington, dann teilt sie sich auf Detroit, Nashville und Salt Lake City auf. Gemeinsame letzte Station ist Los Angeles.

Jochen Köhnke: „Ein wesentliches Ziel ist es, Erfahrungen auf Übertragbarkeit zu prüfen und in der eigenen Stadt die gewonnenen Informationen weiter zu geben. Im Idealfall werden neue, effiziente Methoden und Projekte im eigentlichen Wortsinn ‚ausgetauscht‘.“

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4795825?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F