Kunstprogramm in Münster 2018
Museen planen Gemeinschaftsausstellung zum Thema Frieden

Münster -

Das Kunst-Jahr 2018 steht in Münster ganz im Zeichen des Friedens. Gleich fünf Ausstellungen werden sich dem Thema widmen. Für die konzertierte Aktion gibt es drei gute Gründe.

Freitag, 28.04.2017, 13:42 Uhr aktualisiert: 28.04.2017, 15:53 Uhr
Das Jahr 2018 steht in Münsters Kunstmuseen ganz im Zeichen des Friedens. Foto: Colourbox.de

Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor fast 100 Jahren ist in Münster eine Gemeinschaftsausstellung verschiedener Museen geplant. Unter dem Titel „Frieden. Von der Antike bis heute” wird am 28. April 2018 die Schau an fünf Orten eröffnet. Dabei wollen die Macher die Sehnsucht und das Ringen um Frieden aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Im Friedenssaal der Stadt unterschrieben dazu am Freitag die Kooperationspartner einen Vertrag, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mitteilte.

Beteiligt sind das LWL-Museum für Kunst und Kultur (Titel „Bilder vom Frieden - Wege zum Frieden”), das Kunstmuseum Pablo Picasso („Picasso - Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube”), das Archäologische Museum der Uni Münster („Eirene / Pax - Friede in der Antike”), das Bistum Münster („Wie im Himmel so auf Erden?”) sowie das Stadtmuseum („Der Westfälische Frieden im Wandel der Stadtgesellschaft”).

Die fünf geplanten Friedens-Ausstellungen

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  • LWL Ahlke

    LWL-Museum für Kunst und Kultur
    Bilder vom Frieden - Wege zum Frieden

    Das LWL-Museum für Kunst und Kultur zeigt Bilder vom Frieden und jene, die die Wege zum Frieden veranschaulichen. Seit Menschengedenken weckt das Ideal einer aggressionsfreien Welt Sehnsüchte, Hoffnungen und Bilder, die in Bildthemen wie Das goldene Zeitalter, Paradiesvorstellungen und der Orpheus-Thematik als Friedensutopien lesbar sind. Namhafte Künstler wie Rubens, Goya, Picasso, Dix, Kollwitz haben sehr unterschiedlich mit der Bedeutung von Frieden gearbeitet. Ebenso werden bedeutsame Friedensschlüsse wie der Friede von Venedig (1177), der Westfälische Friede (1648) oder der Friedensvertrag von Versailles (1919) gezeigt, aber auch Friedensbilder der jüngeren Zeitgeschichte (z. B. Camp David, 1978). 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Archäologisches Museum
    Eirene / Pax - Friede in der Antike
    In der Ausstellung des Archäologiemuseums Münster rückt der Frieden in eine göttliche Sphäre: Die Friedensgöttin und Tochter von Zeus und Themis, Eirene, überwacht die Friedensverträge zwischen Städten und Bundesstaaten. Ihre Figur wird bereits im 4. Jh. v. Chr. mit Bildern verehrt, was in der Statue der Göttin des Bildhauers Kephisodot zum Ausdruck kommt. Zu Beginn der Kaiserzeit gelangt die Friedensgöttin Pax durch die Friedenspropaganda Augustus' zu besonderer Ehre. Hochwertige Objekte der Kleinkunst, wie z. B. Abgüsse der Gemma Augustea, der Statue des Augustus von Primaporta und das Modell des Marsfeldes in Rom veranschaulichen diese Ära. 

    Foto: Oliver Werner
  • Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
    Picasso - Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube
    Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster veranschaulicht Picassos intensive künstlerische Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden. Für den ersten Weltfriedenskongress 1949 entwarf er eine Taube, die sich in der Folgezeit zu einem wirkungsmächtigen Friedenssymbol entwickelte. Die Ausstellung im Picasso-Museum präsentiert verschiedene Variationen der Taube und thematisiert darüber hinaus die Rezeptionsgeschichte seiner Friedensbilder: von Bertolt Brechts Verwendung der Friedenstaube für das Berliner Ensemble über die ideologische Umdeutung von Picassos Kunst durch die DDR-Propaganda bis hin zu den US-amerikanischen Anti-Vietnamkriegs-Demonstrationen wie dem legendären "March on Washington" im Jahr 1969, für den Picassos Lithografie "Der Krieg" als offizielles Plakatmotiv diente. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stadtmuseum Münster
    Der Westfälische Frieden im Wandel der Stadtgesellschaft 
    Die Ausstellung widmet sich der Rezeptionsgeschichte des Westfälischen Friedens, wobei die Jubiläen 1748, 1848, 1898 und 1948 im Fokus stehen. Erst 1898 zum 250. Jubiläum gab es von offizieller Seite einige wenige Aktivitäten, um des Westfälischen Friedens zu gedenken, wohingegen Fritz Grotemeyer das monumentale Gemälde "Die Friedensverhandlungen 1648 im Rathaus" auf eigene Initiative schuf. 
    Die Nationalsozialisten planten, den 300. Jahrestag 1948 für ihre Zwecke zu nutzen. Die aus diesem Anlass 1940 gefertigten, zum Teil erhaltenen Kopien historischer Gemälde und die fotografische Dokumentation geben Einblick in die nie eröffnete Ausstellung.
    Im Oktober 1948 wurde eine Gedenkwoche begangen, deren Dokumentation durch Fotografien und Andenken, vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, eine Umbewertung des Westfälischen Friedens zum Einigungsfrieden verdeutlicht.

    Foto: Matthias Ahlke (Archiv)
  • Das Bistum Münster zu Gast im LWL-Museum für Kunst und Kultur
    Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?
    Das Bistum beteiligt sich mit diesem Ausstellungsteil und blickt auf die Vorstellungen vom Frieden im Christentum. Über 100 Objekte aus Kunst- und Kulturgeschichte beleuchten den Wandel und die Wirkung christlicher Ideen des Friedens von der Spätantike bis heute. Die Ausstellung soll den Zwiespalt zwischen Ideal und Wirklichkeit beleuchten. Die Präsentation gibt überraschende Einblicke in das schmerzhaft aktuelle Thema. Wo und wie können religiöse Vorstellungen zur Wahrung des Friedens heute beitragen? 

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Der Kooperationsvertrag für das Ausstellungsprojekt "Frieden. Von der Antike bis heute" wurde am 28. April 2017 im Friedenssaal unterzeichnet: Prof. Dr. Dieter Salzmann, Prof. Dr. Gerd Althoff, Matthias Löb, Dr. Hermann Arnhold, Dr. Barbara Rommé, Prof. Dr. Johannes Wessels, Markus Lewe, Prof. Dr. Thomas, Andrea Hagemann, Dr. Norbert Köster, Prof. Dr. Markus Müller und Prof. Dr. Achim Lichtenberger. (v. l.).

    Foto: LWL/Hanna Neander

Anlass ist neben dem Weltkriegsende vor 100 Jahren die Schließung des Westfälischen Friedens vor 370 Jahren in Münster und Osnabrück. Münster ist 2018 auch Gastgeber des 101. Deutschen Katholikentages. Das große Laientreffen steht unter dem Motto „Suche Frieden”.

 

Vorstellung der Plakate für den Katholikentag 2018

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  • 170320-13

    Präsentation der Plakate für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bischof Felix Genn und Thomas Sternberg (Präsident Zentralkomitee der Katholiken) bei der Präsentation der Plakate für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Präsentation der Plakate für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bischof Dr. Felix Genn und Prof. Thomas Sternberg

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Präsentation der Plakate für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Felix Genn, Anne Hakenes, Thomas Sternberg und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Theodor Bolzenius, Pressesprecher Zentralkomitee der deutschen Katholiken, bei der Präsentation der Plakate / Werbelinie für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thomas Sternberg, Anne Hakenes und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Theodor Bolzenius, Pressesprecher Zentralkomitee der deutschen Katholiken, bei der Präsentation der Plakate / Werbelinie für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Theodor Bolzenius, Anne Hakenes, Thomas Sternberg, Felix Genn und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anne Hakenes, Thomas Sternberg, Felix Genn und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bischof Dr. Felix Genn und Prof. Thomas Sternberg

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anne Hakenes, Bischof Dr. Felix Genn und Prof. Thomas Sternberg

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anne Hakenes, Bischof Dr. Felix Genn und Prof. Thomas Sternberg

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bischof Dr. Felix Genn 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bischof Dr. Felix Genn 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bischof Dr. Felix Genn 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Präsentation der Plakate für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Präsentation der Plakate für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Thomas Sternberg (Präsident Zentralkomitee der deutschen Katholiken ZDK)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Thomas Sternberg (Präsident Zentralkomitee der deutschen Katholiken ZDK)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Thomas Sternberg (Präsident Zentralkomitee der deutschen Katholiken ZDK)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Thomas Sternberg (Präsident Zentralkomitee der deutschen Katholiken ZDK) und Jens Kallfelz (Geschäftsführer Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Thomas Sternberg (Präsident Zentralkomitee der deutschen Katholiken ZDK) und Jens Kallfelz (Geschäftsführer Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Thomas Sternberg 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Prof. Thomas Sternberg (Präsident Zentralkomitee der deutschen Katholiken ZDK) und Jens Kallfelz (Geschäftsführer Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Präsentation der Plakate für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jens Kallfelz (Geschäftsführer Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jens Kallfelz (Geschäftsführer Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anne Hakenes

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anne Hakenes

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Theodor Bolzenius, Felix Genn, Thomas Sternberg, Anne Hakenes und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst)

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anne Hakenes, Thomas Sternberg, Felix Genn und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anne Hakenes, Thomas Sternberg, Felix Genn und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Felix Genn, Anne Hakenes, Thomas Sternberg und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Felix Genn, Anne Hakenes, Thomas Sternberg und Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst) 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bischof Felix Genn und Thomas Sternberg 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Felix Genn, Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst), Anne Hakenes und Thomas Sternberg 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Präsentation der Plakate für den Katholikentag 2018 mit dem Slogan "Suche Frieden" am 20. März 2017 in einer Ausstellungshalle am Hawerkamp in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst), Felix Genn, Anne Hakenes und Thomas Sternberg 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst), Felix Genn, Anne Hakenes und Thomas Sternberg 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Jens Kallfelz (Agentur Kopfkunst), Felix Genn, Anne Hakenes und Thomas Sternberg 

    Foto: Gunnar A. Pier

 

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