Ungewöhnliches Programm großartig präsentiert
„Wer bin ich?“ – ergreifend und komisch

Münster -

„Wer bin ich?“ – über diese Frage lässt sich trefflich und endlos philosophieren. Oder man kreist sie musikalisch ein wie Eva Bauchmüller und Thorsten Schmid-Kapfenburg in ihrem Liederabend am Mittwoch im U 2 des Theaters.

Donnerstag, 27.04.2017, 18:41 Uhr aktualisiert: 27.04.2017, 22:09 Uhr
„Who Am I?“ mit Eva Bauchmüller und Thorsten Schmid-Kapfenburg Foto: Christoph Schulte im Walde

Zum Beispiel mit Leonard Bernsteins Musical-Song „Who Am I?“, der sich existenzielle Gedanken um Leben und Tod macht. Ein weites Feld, an dem sich Komponisten aller Epochen abgearbeitet haben. Wobei Eva Bauchmüller (Sopranistin im Opernensemble) und Kapellmeister Thorsten Schmid-Kapfenburg am Klavier ein ungewöhnliches, durchaus auch gewagtes Programm präsentierten mit Musik, die kaum einmal zu erleben ist. Aribert Reimanns fröhlich-freche „Kinderlieder“ etwa. Oder die 1939 von Viktor Ullmann im Lager Theresienstadt geschriebenen Lieder auf Verse von Ricarda Huch, deren Sperrigkeit ins Fließen gerät durch die den Geist schwelgerischer Spätromantik so eben noch atmenden Ullmannschen Klänge.

Vergänglichkeit und Tod („die große Nacht“) prägen Franz Schrekers „Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt“, während der Hölderlin-Zyklus, den Schmid-Kapfenburg im vorigen Jahr eigens für Eva Bauchmüller komponiert hat, die fast magische Kraft der Dichtung mit ganz sparsamen Tönen kommentiert, unterstreicht, deren Atmosphäre erspürt – und der Sängerin Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

Das Theater Münster in Bildern

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  • montage Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus "Gloria".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater um 1956

    Foto: Erwin Schwarzer (Wiesbaden), Städtische Bühnen Münster
  • Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus dem Stück "Gloria"

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater von außen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Generalmusikdirektor Golo Berg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 30. März 2013 ist der Sänger Tim Fischer mit seinem Programm "Zarah ohne Kleid" zu Gast im Großen Haus des Theaters Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Podiumsdiskussion am 29. April 2013 im Kleinen Haus des Theaters Münster zum Auftakt der Diskussionsreihe "Wie viel Kultur braucht eine Stadt - und wozu?" (von links): Kathrin Tiedemann (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Forum Freies Theater, Düsseldorf), Prof. Dr. Ulrike Haß (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft,
    Ruhr-Universität Bochum), Prof. Ulrich Khuon (Intendant des Deutschen Theaters Berlin/Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein), Stefan Keim (Westdeutscher Rundfunk/WDR, Köln), Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der Stadt München/Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags), Matthias Lückertz (Vorsitzender der Kaufmannschaft Münster/Vorsitzender der »Initiative Starke Innenstadt Münster e.V.«) und Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Direktor der Katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus, Münster/ MDL).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 20. Mai 2013 geben Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys ein Konzert im Theater Münster, Großes Haus. Das Programm trägt den Titel "Musik für schwache Stunden...".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2015.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 22. Oktober 2015 ist Frank Goosen mit dem Programm "Durst und Heimweh - Geschichten von unterwegs" zu Gast im Kleinen Haus des Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 24. Oktober 2015 ist Ulrike Kriener mit dem Programm "Und wenn es Liebe wär'..." im Kleinen Haus des Theaters Münster zu Gast.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nur noch Formsache waren im August 2015 die Unterschriften unter dem Vertrag: Bis Ende der Spielzeit 2021/22 bleibt Dr. Ulrich Peters (l.) Generalintendant in Münster. 

    Foto: Presseamt Münster/ MünsterView / Witte
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Atzorn liest mit Angelika Atzorn "Arthur und Adele", Kleines Haus im Theater Münster am 10. Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thorsten Schmid-Kapfenburg, 2. Kapellmeister am Theater Münster,

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Ulrich Peters beim Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017. Hintere Reihe v.l. Intendant Dr. Ulrich Peters, Schauspieldirektor Frank Behnke, Julia Dina Hesse (Leiterin Junges Theater), Generalmusikdirektor Golo Berg (ab Saison 2017/18)
    Vordere Reihe v. l. Hans Henning Paar (Künstlerischer Leiter Tanztheater), Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann, Operndirektorin Susanne Ablass

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stefan Veselka, 1. Kapellmeister am Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude um 1956.

    Foto: © Stadtmuseum Münster, Sammlung Heller
  • Linn Sanders (oben), Bálint Tóth, Carolin Wirth in "Ronja Räubertochter".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Claudia Hübschmann, Linn Sanders, Andrea Spicher in "Demut vor deinen Taten, Baby".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Ilja Harjes und Hubertus Hartmann in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Christian Bo Salle und Bálint Tóth, Statisterie in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Mirko Roschkowski, Gregor Dalal und Sebastian Campione in "Der Freischütz".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Oliver Berg
  • Foto: Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez und Keelan Whitmore in "Back, Immortalis".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster

Eva Bauchmüller, unter anderem als Papagena, Gretel, Despina und Nannetta auf der Opernbühne bestens in Erinnerung, ist eine wunderbare Sopranistin. Ein Meer aus Farben zaubert sie gerade in diesem Liederabend aus ihrer Stimme. Nichts klingt gleich, alles Verschiedene bekommt verschiedene Gestalt und eigenen Charakter. Zudem hat sie einfach großes schauspielerisches Talent – beste Voraussetzung für die witzige „Stripsody“, eine Art gesungener Comic Strip, den die 1983 früh verstorbene, aber noch heute legendäre Sopranistin Cathy Berberian für sich selbst komponiert hat. Da summen Bienen, ticken Uhren, tröpfelt Regen – und ein Kuhstall mit Katzen, Hunden und Hühnern kommt auch noch vor. Eva Bauchmüller singt und spielt mit großer Geste, dass es eine Freude und vor allem ein Riesenspaß ist. Herzhaftes Lachen im voll besetzten U 2 blieb da nicht aus.

Krasser Gegensatz dazu als Abschluss: Gustav Mahlers „Ich bin der Welt abhanden gekommen“. Da blieb der Lauf der Zeit ebenso wie der Pulsschlag schlichtweg stehen. Dieses Lied auf engem Raum derart ergreifend, berührend und subtil gestalten zu können, das ist schon eine ganz große Kunst.

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Zweites Konzert: 31. Mai um 19.30 Uhr. Karten: ' 5 90 91 00.

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