Berufungsverhandlung am Landgericht Streit im Transporter: Taschenmesser in Schulter gerammt

Münster -

Drei Männer aus Duisburg und Bremerhaven haben sich nachts während der Fahrt in einem Transporter dermaßen gezofft, dass einer von ihnen (33) vom Steuer aus einen anderen schlug und ihm ein Messer in den Schulterbereich rammte.

Von Klaus Möllers
 
  Foto: Colourbox.de

Der Vorfall ereignete sich im September 2015 auf dem Standstreifen der A1 kurz hinter dem Autobahnkreuz Münster-Süd in Fahrtrichtung Bremen. Also auf dem Stadtgebiet. Aus diesem Grund hat das Amtsgericht den Fall verhandelt. Wegen gefährlicher Körperverletzung ist der Fahrer zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Seit Dienstag befasst sich das Landgericht in zweiter Instanz mit dem Berufungsantrag des Bremerhaveners, der sich eine Bewährungsstrafe erhofft.

Die Männer unternahmen in der Nacht eine Transportfahrt für ihre Eltern, die aus Köln zu dem Sohn in Bremerhaven ziehen wollten. Im Streit um vorab ausgelegtes Geld der Eltern stoppte der 33-Jährige, schlug den älteren Bruder und griff zum Taschenmesser.

Als der Angegriffene aus dem Wagen geflüchtet war, soll der 33-Jährige versucht haben, ihn auch noch zu überfahren. Der Wagen sei ihm über den Fuß gerollt, erklärte der 41-Jährige. Zumindest wurde Tage später ein Mittelfußbruch bei ihm festgestellt. Der 33-Jährige fuhr davon. Das Messer-Opfer blieb verletzt gemeinsam mit dem dritten Bruder an der Autobahn zurück. Die beiden riefen die Polizei.

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