Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Amt darf doch in Münster bauen - Kreis Recklinghausen scheitert mit Klage

Münster -

Das „Chemische und Veterinäruntersuchungsamt“ (CVUA-MEL) darf in Münster weiterbauen: Der Kreis Recklinghausen scheiterte mit seine Klage vor dem Verwaltungsgericht.

Von Lukas Speckmann
Der erste Spatenstich fand bereits im Januar statt.  
Der erste Spatenstich fand bereits im Januar statt.   Foto: Oliver Werner

Dem Erweiterungsbau im Zentrum Nord steht vorerst nichts mehr entgegen: Das „Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe“ (CVUA-MEL) darf seinen Standort an der Joseph-König-Straße auch gegen den Willen des Kreises Recklinghausen ausbauen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster jetzt entschieden.

Wie berichtet, fürchtet der Kreis Recklinghausen, dass das Amt Ende 2018 komplett nach Münster zieht und den Standort in Recklinghausen damit aufgibt. Für diesen Fall allerdings war ein Vetorecht vereinbart worden, von dem der Kreis bereits aus Anlass des Errichtungsbeschlusses Gebrauch zu machen versuchte.

Vorschnell, urteilt nun das Verwaltungsgericht. Zwar darf der Standort Recklinghausen ohne Zustimmung des Kreises nicht aufgelöst werden, aber mit einem Baubeschluss werde eben formell noch kein Standort aufgelöst. Berufung wurde nicht zugelassen. Theoretisch könnte der Kreis nur noch gegen diese Nichtzulassung klagen.

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Der CVUA-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Peter Fürst zeigt sich erleichtert: Denn das Amt steckte bislang in einer Zwickmühle. Sitz in Recklinghausen ist das alte Kreishaus, aber das wird Ende 2018 abgerissen – und ein neues Quartier, das bezahlbar und technisch angemessen ausgestattet wäre, war an Ort und Stelle nicht aufzutreiben. Der Neubau in Münster ist der offenbar günstigste und praktikabelste Weg, die rund 40 Mitarbeiter irgendwo unterzubringen. Im Oktober 2018 soll er eröffnet werden. „Wir sind im Zeitplan“, betont Fürst. 

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