Hauptbahnhof Münster An der Ostseite tut sich bald was

Münster -

Er könnte auf beiden Seiten ein richtiges Schmuckstück werden: Nächstes Jahr sollen an der Ostseite des Hauptbahnhofs die Bagger rollen.

Von Dirk Anger
An der Wand die Pläne, in der Hand der Kaufvertrag (v.l.): Oliver Hasenkamp (Deutsche Bahn), Oberbürgermeister Markus Lewe, Volker Nicolaus (Bahnentwicklungsgesellschaft NRW), Norbert Hermanns (Landmarken AG) bei der Präsentation in der Rüstkammer
An der Wand die Pläne, in der Hand der Kaufvertrag (v.l.): Oliver Hasenkamp (Deutsche Bahn), Oberbürgermeister Markus Lewe, Volker Nicolaus (Bahnentwicklungsgesellschaft NRW), Norbert Hermanns (Landmarken AG) bei der Präsentation in der Rüstkammer Foto: Oliver Werner

Durch die Bleiverglasung lacht die Abendsonne am Dienstag in die Rüstkammer des Rathauses, die Stehtische tragen passend zum Anlass weiße Hussen. Und Oberbürgermeister Markus Lewe schwärmt von einer „neuen Verbindung der Altstadt mit Hafen und Hansaviertel“.

Es herrscht Feierlaune, als Vertreter von Stadt Münster, Deutscher Bahn und dem Investor Landmarken AG den frisch unterschriebenen Grundstückskaufvertrag für die Ostseite des Hauptbahnhofs präsentieren. Wenige Wochen vor der offiziellen Eröffnung der inzwischen fast fertigen Westseite deutet vieles darauf hin, dass sich der Hauptbahnhof in absehbarer Zeit auf beiden Seiten mustergültig präsentieren wird.

Ab dem zweiten Quartal 2018 will der Projektentwickler Landmarken die Bagger rollen lassen. Entstehen soll auf der Ostseite ein neues Quartier mit Hotel, Wohnen, Handel sowie Fahrradparkhaus und Gleisanbindung. Einen „sehr hohen zweistelligen Millionen-Betrag“ nimmt das Unternehmen dafür nach den Worten seines Vorstandsvorsitzenden Norbert Hermanns in die Hand. Schließlich sei Münster einer der interessantesten und attraktivsten Städte der Republik.

Weitere positive Bausteine

Zwei Jahre Bauzeit sind für das Projekt veranschlagt, 28.000 Quadratmeter Geschossfläche werden entlang dem Bremer Platz mit den drei Baukörpern geschaffen. Sie bieten unter anderem Platz für etwa 250 Wohnungen, die die Landmarken AG selbst vermieten möchte.

„Ein toller Beitrag zur Quartiersentwicklung“, frohlockt Oliver Hasenkamp, Leiter Objektentwicklung und Planung bei der DB Station, angesichts der vorliegenden Pläne. Er glaubt, dass durch diese Entwicklung am Hauptbahnhof noch weitere positive Bausteine in der Nachbarschaft angeschoben werden.

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„Die Erreichbarkeit einer Stadt wird ohne Schiene nicht funktionieren“, stellt OB Lewe heraus. Seine Aussage richtet er an die Adresse der Deutschen Bahn, verbunden mit der Erwartung, „dass sich die Verkehrsanbindung über die Schiene noch weiter verdichtet“.

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