Architekten-Bund macht sich für den Kalkmarkt stark „Musikforum gehört an einen besonderen Ort“

Münster -

Der Bund Deutsche Architekten Münster-Münsterland (BDA) rät davon ab, ein Bildungs- und Musikforum in der zweiten Reihe im Gedränge der Hörsterstraße oder hinter dem Schloss zu verstecken. „Den Bedarf eines Musik- und Bildungsforums in Münster sehen wir nicht als Ballast, sondern als unverbrauchten Entwicklungsimpuls, den wir nicht am falschen Ort verschenken dürfen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

In der Nähe des Schlosses will der BDA das Bildungs- und Musikforum realisiert sehen.
In der Nähe des Schlosses will der BDA das Bildungs- und Musikforum realisiert sehen. Foto: hpe

Die besondere Aufgabe müsse sich an einem besonderen Ort entfalten. Als angemessen identifiziert der BDA einzig den Kalkmarkt im Norden des Schlossplatzes. Ein Konzertsaal als Spielort für die Sinfonieorchester von Stadt und WWU fände hier den angemessenen Resonanzraum und wurde eine lebendige Brücke zwischen der Bürgerstadt und der Universität (WWU) schlagen.

Die Universität Münster mit ihren Institutionen sei einer der entscheidenden Attraktivitätsmotoren der Stadt. Die passende Anbindung der WWU an die Kernstadt sei seit Langem eine offene Aufgabe der Stadtentwicklung. Zusammen mit der Volkshochschule (VHS) als Bestandteil eines Bildungs- und Kulturhauses ließe sich ein für Münster spezifisches Konzept der Erwachsenenbildung entwickeln, das ihrer zunehmender Bedeutung gerecht wird: eine „Stadt-Akademie“, wie es der frühere VHS-Leiter Dr. Gummersbach einmal betitelte.

Vor allem besteche die einmalige Chance, den Schlossplatz endlich räumlich zu fassen und für seine vielfältigen Nutzungen aufzuwerten, statt ihn wie bisher bloß in einem Verkehrsknoten ausfransen zu lassen. „Diese Stärkung des Schlossplatzes als Festplatz Münsters sieht auch das in der Fachwelt anerkannte Konzept unseres früheren Gruppenmitglieds Prof. Dieter Baumewerd an, das wir als sein Vermächtnis für unsere Stadt ansehen“, betont der BDA. Es sei an der Zeit die vielen engagierten Köpfe, die um Hittorf- und Hörsterstraße ringen, zusammenzuführen.

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