Studierendenparlament Streit um Honorar – und Macht

Münster -

Die stundenlange Debatte in der Sitzung des Studierendenparlaments (Stupa) der Uni am Montagabend drehte sich streng genommen um 400 Euro. Eigentlich ging es der Studierendenvertretung aber darum, gegenüber dem AStA eine stärkere Stimme geltend zu machen.

Von Karin Völker
Das Studierendenparlament tagte am Montagabend im Schloss.
Das Studierendenparlament tagte am Montagabend im Schloss. Foto: Oliver Werner

Der Streit zwischen den AStA-tragenden Gruppen Campus Grün, Juso Hochschulgruppe und Demokratischer Internationaler Liste (DIL) mit den Parlamentariern der oppositionellen Gruppen entzündete sich am Honorar für die Moderatoren des Hörsaal-Slams, Marian Heusler und Jens Kotalla. Der Hörsaal-Slam, eine gemeinsame Veranstaltung der ASten von Uni und FH, findet einmal pro Semester statt und erfreut sich größter Beliebtheit. Die Moderatoren haben die Veranstaltung ins Leben gerufen und leisten die organisatorische Arbeit. Jeweils 800 Euro Honorar verlangten sie dafür.

Das sehen Angehörige oppositioneller Gruppen im Stupa anders. „Das Stupa hatte sich auf einen Stundenlohn von zehn Euro geeinigt“, sagt Paavo Czwikla, Stupa-Mitglied vom Liberalen Hochschulverband. Danach, so Czwikla, seien 400 Euro Honorar ausreichend. „Es geht um das Geld der Studierenden, das dem Stupa anvertraut ist.“

Der FH-AStA hatte im vergangenen Jahr eineinhalb Honorare übernommen, damit die Veranstaltung nach bewährtem Muster stattfinden konnte. „Jetzt sind wir als viel größere Hochschule aber wieder dran“, meint der stellvertretende Uni-AStA-Vorsitzende Julian Engelmann. Der Uni-AStA werde nun mit einem der Moderatoren einen Werkvertrag über das verlangte 800-Euro-Honorar abschließen, die FH zahlt denselben Betrag.

Das Stupa stimmte schließlich der Bewilligung der Kosten für den nächsten Hörsaal-Slam im Mai mit Mehrheit zu.

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