Modernisierungbedarf und Kapazitätsprobleme Zu wenig Platz in Mensen

Münster -

In der Mensa am Bispinghof, im Volksmund „Alte LVA“, sind auch jetzt, mitten in dem Semesterferien mittags fast alle Tische besetzt. „Während der Vorlesungszeit ist es schwer, hier einen Platz zu finden“, sagen zwei BWL-Studentinnen.

Von Karin Völker
In den Bistros  des Studierendenwerks, hier im „Kakaobunker“ im Fürstenberghaus, bemängeln viele Gäste ein zu geringes Angebot an Speisen und zu wenig Platz. So viele freie Tische wie hier zu sehen sind, gibt es nur in den Semesterferien.
In den Bistros  des Studierendenwerks, hier im „Kakoabunker“ im Fürstenberghaus, bemängeln viele Gäste ein zu geringes Angebot an Speisen und zu wenig Platz. So viele freie Tische wie hier zu sehen sind, gibt es nur in den Semesterferien. Foto: kv

Trotzdem gehen sie, wie viele ihrer Kommilitonen fast immer hierher zum Essen, einen Katzensprung von ihrer Fakultät im Juridicum entfernt. Die Mensa am Aasee? Dafür sei die Pause zwischen den Vorlesungen meistens zu kurz.

Handlungsbedarf in Sachen Modernisierung

Frank Olivier, Leiter des Studierendenwerks, kennt das Problem, das in der aktuellen Kundenbefragung des Studierendenwerks offenkundig wurde: „Unser Augenmerk gilt besonders den Kundenurteilen zum Speisenangebot und zum Service in den Bistros. Diese Gasturteile sind zwar noch zufriedenstellend, hätten aber unserem Anspruch nach besser sein können“, sagt Olivier.

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Er sieht in der Modernisierung der Mensen, aber besonders der Bistros Handlungsbedarf. Die Küchentechnik sei teilweise veraltet, und die Bistros böten ein nicht hinreichendes Angebot an Speisen und zu wenig Platz. „Alle arbeiten an den Kapazitätsgrenzen“, betont der Sprecher des Studierendenwerks, Gisbert Schmitz. „Wir können Küchen- und Servicetechnik einbringen“, sagt Frank Olivier, für die nötigen baulichen Veränderungen sei das Studierendenwerk aber auf die Unterstützung der Hochschulen angewiesen.

Nachfrage nach günstigen Speiseangeboten

Beim Aus- und Umbau des Zentralgebäudes der Fachhochschule an der Correns­straße wurde so das Bistro „Denkpause“ realisiert, das laut Gisbert Schmitz den modernen Anforderungen gerecht werde. Die meisten anderen Bistros bieten nur eine kleine Speisen-Auswahl, so wie das „Kakaobunker“, kurz „Kabu“ genannte Bistro im Keller des Fürstenberghauses. Auch hier ist es während des Semesters immer überfüllt“, erzählt dort die Leiterin des Bistros.

Das Studierendenwerk beobachtet, dass trotz der Innenstadtlage vieler Institute und damit der Nähe zu Cafés und Läden die Nachfrage nach dem günstigen Speisenangebot des Studierendenwerks groß ist. Auch die Universität nehme die veränderten Essensgewohnheiten der Studierenden wahr, bestätigte kürzlich Uni-Kanzler Matthias Schwarte. Konkrete Ausbaupläne hat das Studierendenwerk auf dem im Bereich des des Hüfferstifts entstehenden Theologischen Campus. Hier soll eine neue Mensa entstehen.

Note „Zwei Minus“ für alle Mensen

Bei der jährlichen Kundenbefragung des Studierendenwerks in den fünf Mensen und neun Bistros nahmen 3070 Gäste teil, die mehr als 48 000 Einzelurteile zum Service und Angebot der hochschulgastronomischen Einrichtungen ihres Studierendenwerks abgaben. Mehr als 61 Prozent der Kundenurteile waren laut Studierendenwerk überaus positiv. Die Quote negativer Urteile stagniere auf niedrigem Niveau.  Allein die beiden Großmensen am Aasee und am Ring werden von mehr als 60 Prozent der Kunden, die dort ihr Mittagessen genießen, an drei oder mehr Tagen in der Woche besucht. Ihnen schmeckt es, ihre Gesamtzufriedenheit hat gegenüber der letzten Erhebung (Schulnote: 2.2) noch um einen Punkt auf 2.1 zugenommen und liegt damit leicht über dem Wert der aktuellen Gesamtzufriedenheit für alle Standorte (2.3).

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