Martin-Luther-Statuen Luther im Frühlingsgewand

Münster -

Die Lutherfiguren, die zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation im ganzen Münsterland zu sehen sind, finden großes Interesse. Es gibt bereits erste Kaufanfragen.

Von Martina Döbbe
Luther ganz in Pink: Die Figur an der Apostelkirche im farbigen „Gewand“.
Luther ganz in Pink: Die Figur an der Apostelkirche im farbigen „Gewand“. Foto: Matthias Ahlke

Frühlingsfrisch in Pink – keine Frage, er kann es tragen . . . Das haben sich wohl auch diejenigen gedacht, die Luther neu „eingekleidet“ haben. Im Schatten der Apostelkirche steht die Figur lange in schlichtem Weiß – einzelne Wünsche und Botschaften haben Passanten ihr in die Bibel geschrieben.

Gestaltung nach eigenen Vorstellungen

„Wir haben die Menschen ja bewusst aufgefordert, die Statue nach eigenen Vorstellungen zu gestalten“, freut sich Pfarrerin Kathrin Neuhaus-Dechow über die farbenfrohe Veränderung. Die Öffentlichkeitsreferentin im Kirchenkreis Münster, der mit den Kirchenkreisen Tecklenburg und Steinfurt-Coesfeld-Borken das Projekt zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation auf den Weg gebracht hat, beschreibt den Umgang mit den Figuren als „sehr unterschiedlich je nach Standort, aber fast immer kreativ und respektvoll“.

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Wenig Beschädigungen, wenig Vandalismus: „Alles im Rahmen“, betonen die Organisatoren um Pfarrer Jens Dechow, der die zündende Idee zu dieser Aktion und zum Auftakt im vergangenen Jahr ausdrücklich betont hatte: „Wir möchten nichts vorgeben, wenn die Statuen in den Gemeinden ihren Platz einnehmen. Wir möchten einfach sehen, wie die Menschen mit Martin Luther umgehen.“

Fotos und Selfies mit Luther

Unzählige Fotos und auch Selfies jedenfalls sind von und mit der Figur entstanden: „Wir beobachten oft, dass Menschen stehen bleiben, Handys zücken und ein Bild machen“, erzählt Kathrin Neuhaus-Dechow. Und diese Illustrationen scheinen ihren Weg längst über Münster hinaus in die weite Welt angetreten zu haben. So gab es eine Anfrage, ob man eine Statue zur „Grünen Woche“ nach Berlin entsenden würde? Na klar: Luther residierte dort im „Garten des Paradieses“.

Es mehren sich auch die Interessenten, die eine Figur kaufen möchten. Es gebe noch keine Pläne, was nach dem 31. Oktober 2017 mit den Statuen passiere, so Kathrin Neuhaus-Dechow. Eine könnte es aber zu internationaler Ehre bringen: „Wir haben eine Anfrage aus Venezuela.“

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