Protestaktion für Lohngerechtigkeit Demo zum „Equal Pay Day“ in Münster

Münster -

Der bundesweite „Equal Pay Day“ markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschied, der in Deutschland aktuell bei 21 Prozent zu Lasten der Frauen liegt. Auf ein Kalenderjahr umgerechnet, arbeiten Frauen die ersten 77 Tage im Jahr – also bis zum 18. März – umsonst.

Protestaktion für Lohngerechtigkeit : Demo zum „Equal Pay Day“ in Münster
Wie in den vergangenen Jahren (hier in Berlin) demonstrieren Männer und Frauen am Equal Pay Day (18. März) für eine gleiche Bezahlung. Foto: dpa

Zum zehnten Jahrestag des „Equal Pay Day“ stehen konkrete Schritte zu echter Lohngerechtigkeit bei zahlreichen Aktionen in ganz Deutschland und beim Kongress am 18. März in Berlin im Mittelpunkt. Deshalb weht an dem Tag auch am Stadtweinhaus in Münster die rote „Equal Pay Day“-Fahne, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen (AMF) informiert zusammen mit den Business and Professional Women (BPW) über die Lohn-Ungleichheit. Der Auftakt der Aktion ist um 12 Uhr auf dem Platz zwischen Dominikanerkirche und Karstadt. Es gibt einen Demonstrationszug zum Stadthaus 1.

Thema Lohngerechtigkeit in die Öffentlichkeit gebracht

„Zehn Jahre ‚Equal Pay Day‘ sind eigentlich zehn Jahre zu viel. Es ist aber schon einiges passiert. Die ‚Equal Pay Day‘-Kampagnen der letzten Jahre haben dazu beigetragen, dass das Thema Lohngerechtigkeit in die Öffentlichkeit und auf die politische Agenda gekommen ist.

Inzwischen wurde das Bewusstsein geschärft, dass alle profitieren, Männer wie Frauen“, sind sich Barbara Eckhorst und Renate Göttling (BPW Münster) einig. „Wir sind überzeugt, dass Entgeltgleichheit sehr positive Effekte auf die Gleichberechtigung haben wird“, unterstreicht Karin Münster, Vorsitzende der AMF.

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