Neubau an der Rudolf-Diesel-Straße Ein Quartier für die Kultur

Münster -

In Gegenwart von Oberbürgermeister Lewe wurde der Grundstein für das Kulturquartier gelegt. Acht Mitstreiter haben Großes vor.

Von Klaus Baumeister
Freuten sich bei der Grundsteinlegung (vorne, v.l.): Dr. Rainer Kossow, Oberbürgermeister Markus Lewe und Thomas Grollmus. Im Hintergrund die Freunde und Förderer des Projektes.
Freuten sich bei der Grundsteinlegung (vorne, v.l.): Dr. Rainer Kossow, Oberbürgermeister Markus Lewe und Thomas Grollmus. Im Hintergrund die Freunde und Förderer des Projektes. Foto: Matthias Ahlke

„Das ist meine erste Grundsteinlegung, ich bin reichlich nervös.“ Was sich am Montagnachmittag auf dem Grundstück an der Rudolf-Diesel-Straße 81 ereignete, war nicht nur für Thomas Grollmus eine Premiere.

Der Musiker und Geschäftsführer des Kulturquartiers Münster stellte ein Projekt vor, das – in dieser Form – wohl einmalig in Münster sein dürfte: Eine ehrenamtlich gestemmte Investition in ein Gebäude, das später von der freien Szene genutzt werden soll.

Auch Oberbürgermeister Markus Lewe war voll des Lobes für den Neubau, auch wenn (oder gerade weil) die Stadt Münster keinen Zuschuss leistet. Dem Kulturquartier-Team sei anzumerken, dass es begeistert sei von der eigenen Idee und deshalb auch „einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität in unserer Stadt“ leiste, so Markus Lewe.

Das Team, um das es geht, sind bei näherer Betrachtung acht Kulturschaffende, die ein gemeinsames Unternehmen gegründet und ein Gewebegrundstück nahe des Schifffahrter Damms gekauft haben, eben die Rudolf-Diesel-Straße 81. Dort soll nun in einem ersten Bauabschnitt bis zum Sommer ein 220 Quadratmeter großes Gebäude entstehen, dessen Räume freiberuflichen Künstlern und Dozenten als Arbeits- und Probenräume angeboten werden sollen.

Die Namen der acht Pioniere, die bei dem Projekt auch finanziell ins Risiko gehen: Thomas Grollmus, Beatrix Pluta, Audrey Lehrke, Thomas Schauder, Dr. Rainer Kossow, Henrik Lau, Frank Oldengott und Simon Dye.

Die Betriebskosten für den Unterhalt des Kulturquartiers, so Geschäftsführer Dr. Kossow, sollen durch die Mieteinnahmen getragen werden. Was die Investitionskosten betrifft, so werde man vermutlich erst nach einer „sehr, sehr langen Zeit“ den Zustand einer Refinanzierung erreicht haben.

Nicht ohne Grund spricht sein Geschäftsführer-Kollege Grollmus von einer „Idee für Generationen“.

Das Gebäude selbst, dessen Fundament bereits steht, soll nach ökologischen Gesichtspunkten in Holz gebaut werden und demnächst eingebettet sein in einen Garten. Es trägt den Namen Gisèle, benannt nach der ersten Spenderin, die das Team gewinnen konnte. Womit klar ist, dass das Projekt noch nicht ausfinanziert ist, zumal 2018 der zweite Bauabschnitt folgen soll.

 

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