Projekt für Geflüchtete Frauen sporteln unter sich

Münster -

Zunächst ein Kennenlern- und Aufwärmprogramm, dann Fitnessübungen, Dehnen und Entspannung für geflüchtete Frauen: So startete das Projekt „Integration of Women in Sports“ („Iowis“) des Frauensportvereins Münster e.V. (FSV Münster).

Sind verantwortlich für das Projekt „Integration of Women in Sports“ (v.l.): Julia Haselmann, Judith Appel und Diana Greiner.
Sind verantwortlich für das Projekt „Integration of Women in Sports“ (v.l.): Julia Haselmann, Judith Appel und Diana Greiner. Foto: FSV Münster / Laura Verweyen

Montags von 16.30 bis 18 Uhr findet das kostenfreie Sportangebot für geflüchtete Frauen aus Münster und Umgebung in der Marienschule als Kurs über zehn Wochen statt. Gefördert wird das Projekt von der Stadt Münster.

Judith Appel und Julia Haselmann, beide Studentinnen der Sozialen Arbeit an der FH Münster, sind „Brückenbauerinnen“ zwischen den Kulturen, Initiatorinnen und gleichzeitig Übungsleiterinnen des Sportangebots: Nachdem sie sich in einer Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Frauen engagiert hatten, erkannten sie, dass Sport und Bewegung ein wichtiges Instrument zur Integration der geflüchteten Frauen in die Gesellschaft sein kann. „Der Frauensportverein Münster bietet das ideale Umfeld für Frauen, die nur unter sich, in geschützter Atmosphäre, Sport treiben wollen“, erläutert Appel. „Unser Ziel ist es, den Frauen zu vermitteln, wie viele unterschiedliche Übungen zur körperlichen Fitness, zur Steigerung der Ausdauer und Koordination es gibt. Bei allem steht aber auch immer der Austausch untereinander im Vordergrund“, fügt Haselmann an.

Um möglichst vielen Frauen die Teilnahme zu ermöglichen, wird während des  Kurses eine Kinderbetreuung von Diana Greiner, ebenfalls Studentin der Sozialen Arbeit an der FH Münster, angeboten.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist es, Trainerinnen, Übungsleiterinnen und Sportlerinnen aus den verschiedenen Abteilungen des Vereins zu den Trainingseinheiten von Iowis einzuladen. Nach einem ersten Kennenlernen berichten diese von ihren Sportarten, leiten einzelne Übungseinheiten und bringen den Frauen so die Vielfalt des Vereins näher. Ziel ist schließlich, die Frauen in die bestehenden Sportangebote des FSV zu integrieren. „Wir freuen uns sehr darüber, dass das Projekt nach sorgfältiger Planung und spannenden Besprechungen nun gestartet ist“, so Christa Kortenbrede aus dem Vorstand des FSV.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Laura Verweyen, Promovendin an der Universität Tübingen und Bildungsreferentin im Programm „Integration durch Sport“ im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV). Sie schreibt ihre Doktorarbeit über „Integrationsarbeit mit Geflüchteten im Sport“, um im Anschluss ein „Integrationskonzept Sport“ für Sportvereine und Kommunen zu erstellen.

„Integration of Women in Sports“

Der kostenfreie Fitness- und Entspannungskursus für geflüchtete Frauen finden montags von 16.30 bis 18 Uhr im Gymnastikraum der Marienschule Münster (Eingang Von-Kluck-Straße) statt. Es gibt eine Kinderbetreuung während des Sportangebots. Informationen und Anmeldung bei Julia Haselmann und Judith Appel, ' 01 57/ 59 59 59 99, E-Mail: iowis.muenster@gmail.com, sowie im Internet.

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