Böller oder was? Nächtliche Knallgeräusche

Münster -

Schreck im Aaseeviertel in der Abendstunde: Es kracht, es böllert und die Leute fragen sich, was ist das? Eine Explosion, ein Brand, eine Mülltonne auf Kopfsteinpflaster?

Von Helmut Etzkorn
Superböller 
Superböller  Foto: dpa

Es ist ein Schreck in der Abendstunde, und noch schlimmer als das eigentliche Ereignis ist die Ungewissheit über die Ursache. Am Donnerstagabend ist im Aasee-Viertel ein heftiges Grollen zu hören, Anwohner vermuten eine Verpuffung oder Explosion. Die Polizei wird alarmiert, und die bekommt in der Nacht noch mehr Hinweise auf „Scherzbolde“, die offenbar Feuerwerkskörper in dem Stadtteil angezündet haben.

„Leider kein Einzelfall“, meint Mirko Stein von der Polizei-Pressestelle. Seit dem 2. Januar gab es schon 17 so genannter Pyrotechnik-Einsätze, und fast immer waren die Übeltäter längst verschwunden, als der Streifenwagen eintraf.

Erlaubt ist das Böllern und Zünden von Raketen nur an Silvester und Neujahr. Das Ordnungsamt erteilt im Einzelfall Ausnahmegenehmigungen, beispielsweise für Hochzeiten oder runde Geburtstage. Bekannt ist aber auch, dass viele Bürger vor Silvester Kracher einkaufen und für ihre Party horten. Auch im Internet kann ganzjährig explosiver Nachschub besorgt werden. Wer illegal lärmt, muss mit einem Ordnungsgeld rechnen.

Die Ursachen nächtlicher Knallgeräusche sind manchmal aber auch rätselhaft und reichen vom Nachbarn, der seine leere Mülltonnen über das Kopfsteinpflaster wegrollt, bis zum Brand in der Wohnung, bei dem es zur Explosion kommt. Stein: „Deshalb ist es immer richtig, die 110 zu wählen. Dann können wir die Situation rasch abklären.“

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