Grundsteinlegung auf dem Zentralfriedhof Bereits Buchungen für entstehendes Begegnungszentrum

Münster -

Der Grundstein für das Verwaltungs- und Begegnungszentrum auf dem Zentralfriedhof wurde nun offiziell gelegt. Es gibt bereits zahlreiche Gruppenbuchungen für das Vorzeigeprojekt.

Von Karin Höller
Bei der Grundsteinlegung für den Neubau am Zentralfriedhof (v.l.): Pastor Rheinhard Witt, Architekt Wolfgang Ubbenhorst, Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes und Geschäftsführer Dr. Ralf Hammecke.
Bei der Grundsteinlegung für den Neubau am Zentralfriedhof (v.l.): Pastor Rheinhard Witt, Architekt Wolfgang Ubbenhorst, Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes und Geschäftsführer Dr. Ralf Hammecke. Foto: Matthias Ahlke

Der Zentralfriedhof soll nicht nur ein Platz für die Toten, sondern auch „ein Ort des Lebens und der Begegnung sein“, wie es Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes am Freitag bei der Grundsteinlegung für das neue Verwaltungs- und Begegnungszentrum am Zentralfriedhof ausdrückte. „Dieses Projekt ist in Westfalen für die Friedhofskultur einzigartig“, ergänzte der Geschäftsführer der Friedhofskommission, Dr. Ralf Hammecke. „Bereits zum Katholikentag 2018 werden dort Veranstaltungen stattfinden.“

Im Parterre, dessen Wände bereits stehen, wurde nun eine Metallhülse mit den Plänen und aktuellen Erinnerungstücken eingemauert. Große Glasflächen werden den Neubau an der Robert-Koch-Straße bestimmen, in dessen Erdgeschoss besagtes Begegnungszentrum sowie eine kleine Kapelle für Trauerfeiern entstehen. Im ersten Stock wird die Friedhofsverwaltung unterkommen. Und im Dachgeschoss des zweieinhalbgeschossigen Gebäudes ist eine Wohnung für den Friedhofsverwalter vorgesehen.

Begegnungszentrum für Veranstaltungen

„Ein gläsernes umlaufendes Lichtband wird das Dach optisch in eine Schwebeposition bringen und gläserne Giebelseiten werden den Baukörper nicht so massiv wirken lassen“, erläuterte Architekt Wolfgang Ubbenhorst. Bereits in zwei Monaten soll Richtfest gefeiert werden. Die Eröffnung ist im Herbst dieses Jahres geplant.

Aber bereits jetzt liegen Geschäftsführer Hammecke 36 Anmeldungen von Gruppen vor, die das Begegnungszentrum für Veranstaltungen nutzen möchten. „Die Beschäftigung mit der Endlichkeit des Lebens ist ein Megathema.“ So sei der ökumenische Zentralfriedhof Partner bei der Ausbildung von Theologiestudenten und Religionslehrern. Auch aus Kitas und Schulen gebe es regelmäßig Besucher, um das Thema Leben und Sterben altersgemäß aufzuarbeiten.

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Etwa die Hälfte der Beisetzungen auf dem Zentralfriedhof sind laut Hammecke inzwischen Urnenbestattungen. Der geringere Raumbedarf sei ein Grund mit, dass der Innenstadtfriedhof trotz der zunehmenden Zahl von Bestattungen noch keine Kapazitätsprobleme habe.

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