Neubau an der Offenbergstraße Schwestern geben die Friedrichsburg auf

Münster -

Die Vorsehungsschwestern verlassen die Friedrichsburg und bauen ein neues Domizil an der Offenbergstraße. Was aus dem alten Haus und den umliegenden Grünflächen wird, ist noch unklar.

Von Martin Kalitschke
So sieht das neue Provinzhaus der Vorsehungsschwestern aus (Blick von der Offenbergstraße). Im Gebäude im Hintergrund wird es auch eine Kapelle geben, in das Gebäude rechts sowie in ein weiteres Haus auf der linken Seite (hier nicht zu sehen) ziehen Ordensschwestern ein.
So sieht das neue Provinzhaus der Vorsehungsschwestern aus (Blick von der Offenbergstraße). Im Gebäude im Hintergrund wird es auch eine Kapelle geben, in das Gebäude rechts sowie in ein weiteres Haus auf der linken Seite (hier nicht zu sehen) ziehen Ordensschwestern ein. Foto: Klein Riesenbeck+Assoziierte

Die Vorsehungsschwestern werden sich von ihrem Provinzhaus, der zwischen Scharnhorststraße und Kolde-Ring gelegenen Friedrichsburg, trennen und eine neue Ordenszentrale an der Offenbergstraße errichten. Dies bestätigen am Freitag Vertreter des Ordens und des Bischöflichen Generalvikariats. Die Bauarbeiten für das neue Provinzhaus sollen im kommenden Jahr beginnen und 2020 abgeschlossen sein, so Dr. Hermann-Josef Jaspers, Leiter der Gruppe Sozialeinrichtungen im Generalvikariat.

Hintergrund für die Entscheidung sei die Altersstruktur der Gemeinschaft, so Provinzleiterin Schwester Paula. Mittlerweile liege das Durchschnittsalter der 247 Vorsehungsschwestern bei mehr als 80 Jahren, der letzte Neueintritt liegt sieben Jahre zurück. „Da die Pflegebedürftigkeit vieler Schwestern steigen wird, ist an eine flexible, insbesondere ambulante Versorgung gedacht“ – und die soll unter anderem in Hausgemeinschaften erfolgen.

Pläne positiv aufgenommen

Der aus drei Gebäuden bestehende neue Komplex sei barrierefrei, wobei die Wohnungen zunächst von den Schwestern und später dann auch von anderen Bürgern aus dem Bereich Aaseestadt / Pluggendorf genutzt werden sollen. „Damit kommt die Ordensgemeinschaft ihrem ursprünglichen Auftrag nach, das Leben mit den Menschen zu teilen, Mensch unter Menschen zu sein“, betont Schwester Paula. Neben Wohnungen sind in der neuen Provinzzentrale eine Kapelle, die offen für alle ist, Gemeinschaftsräume auch für externe Nutzer und eine Tagespflege geplant.

Der neue Komplex wird von der Offenbergstraße erschlossen und, anders als die Friedrichsburg, deutlich sichtbar sein. „Die bisherige Insellage wird dann der Vergangenheit angehören“, sagt die Provinzleiterin. Von den anderen Schwestern seien die Pläne positiv aufgenommen worden. Vor allem die helle, freundliche Architekter des Neubaus sorge für breite Zustimmung. „Erst vor wenigen Tagen sagte eine Schwester zu mir: Die Eröffnung des neuen Provinzhauses will ich noch erleben“, berichtet Schwester Paula.

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Was aus der Friedrichsburg und den umliegenden, großzügigen Grünflächen wird, das stehe noch nicht fest, betont Martin Runde, Geschäftsführer der Ordensgemeinschaft. „Das wird eine tiefgreifende Entscheidung, und dafür brauchen wir noch Zeit“, so Schwester Paula. Eine Option sei es, einen Teil des Ordensgeländes zu veräußern. Ob danach die alte Friedrichsburg eine Zukunft haben wird, sei derzeit noch ungewiss.

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