Infa GmbH Integrationsunternehmen stellt Insolvenzantrag

Münster -

Die Infa-Münster GmbH, die Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt integriert, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Gastronomiebetrieb „Haus Münsterland“ in Handorf soll vorerst unverändert fortgeführt werden.

Von Karin Höller
Das Restaurant soll fortgeführt werden.
Das Restaurant soll fortgeführt werden. Foto: spe

Das Integrationsunternehmen Infa-Münster GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter des ebenfalls in Münster ansässigen gemeinnützigen Vereins „Lernen fördern“. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Rechtsanwalt und Betriebswirt Dr. Frank Kreuznacht bestellt worden.

Bei dem betroffenen Unternehmen handelt es sich um einen Integrationsbetrieb, dessen Aufgabe es ist, Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wie es in einer Pressemitteilung der Rechtsanwaltskanzlei BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte heißt. Entsprechend dieser Zielsetzung habe die Infa Münster GmbH auch vor einigen Jahren den Restaurant- und Veranstaltungsbetrieb „Haus Münsterland“ in Handorf übernommen. Sechs der elf Mitarbeiter seien Menschen mit Behinderungen.

Das vorläufige Insolvenzverfahren habe derzeit aber keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb, der uneingeschränkt fortgeführt werden soll. „Alle Veranstaltungen, Feiern und Programme, die im Haus Münsterland geplant sind, finden weiterhin statt“, heißt es.

Umfassende Analyse geplant

In den nächsten Tagen will sich der vorläufige Insolvenzverwalter mit seinem Team ein genaues Bild von der wirtschaftlichen Situation machen. Denkbar sei grundsätzlich eine Sanierung durch Übertragung an einen neuen Eigentümer oder über einen Insolvenzplan. Ob eine Sanierung erfolgversprechend sein kann, werde sich im Zuge der umfassenden Analyse in den kommenden Wochen zeigen.

„Unser Hauptaugenmerk liegt jetzt zunächst darauf, den Geschäftsbetrieb der Infa GmbH sowohl im Gastronomiebereich als auch im Dienstleistungssektor unverändert fortzusetzen und Planungssicherheit für die rund 20 Mitarbeiter zu schaffen“, berichtet Kreuznacht. Und: „Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind durch das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.“

Die Infa-Münster GmbH hilft Menschen mit Behinderungen bei der Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Die drei Schwerpunkte der Infa GmbH sind der Integrationsbetrieb Münsterland, die integrative Arbeitnehmerüberlassung, also der Einsatz von Menschen mit Behinderungen in Kooperationsbetrieben, und die Begleitung bei Ausbildung und Umschulung durch fachlichen Stützunterricht und weitere Bildungsangebote.

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