Prozess um Parteiverrat Anklage gegen Anwalt: Verfahren beginnt neu

Münster -

Der Gerichtsstreit unter Anwälten nach einem Verfahren um den Lärmschutz beim Ausbau einer Eisenbahnstrecke in Oldenburg, beginnt vor dem Landgericht Münster am 29. März von Neuem. 

Von Karin Völker
Der Gerichtsstreit unter Anwälten beginnt vor dem Landgericht Münster am 29. März von Neuem.
Der Gerichtsstreit unter Anwälten beginnt vor dem Landgericht Münster am 29. März von Neuem. Foto: Friso Gentsch

Der Verteidiger des bekannten Anwalts aus Münster, der als Angeklagter vor der achten großen Strafkammer steht, hatte die Aussetzung des Verfahrens beantragt.

Nachdem der Vorsitzende Richter in der ersten Verhandlung verdeutlicht hatte, dass der Angeklagte nicht nur wegen eines Vergehens, sondern wegen eines Verbrechens verurteilt werden könnte, erklärte der Verteidiger, er müsse sich neu auf die Verhandlung vorbereiten.

Da nun bis zum 29. März nach der Auftaktverhandlung zu viel Zeit vergeht, muss das Gericht aus formalen Gründen den Prozess noch einmal beginnen. So werde die Anklageschrift erneut verlesen, kündigte ein Gerichtssprecher an.

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Dem Angeklagten wird vorgeworfen, bei dem Verfahren um den Oldenburger Lärmschutz 2012 vor dem Bundesverwaltungsgericht zum Nachteil seiner Mandanten und gegen deren Willen einen Vergleich mit der Deutschen Bahn herbeigeführt zu haben. Der Vorwurf lautet „Parteiverrat“.

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