Neue Überlegungen
Wird Aegidiistraße Fahrradstraße?

Münster -

Vielfältige Überlegungen gibt es für die Aegidiistraße. Eine von ihnen: Die Bezirksvertretung Mitte plädiert für eine Fahrradstraße.

Donnerstag, 08.12.2016, 08:00 Uhr
Die Aegidiistraße soll umgebaut werden Die Bezirksvertretung plädiert auch für eine Umwidmung als Fahrradstraße. Foto: Oliver Werner

Langsam wird die Lage an der Aegidiistraße unübersichtlich. Die Stadtverwaltung möchte die Straße, die in den vergangenen Jahren viele neue Versorgungsleitungen erhalten hat, neu und schöner gestalten.

Die Ratsfraktionen von CDU und Grünen denken darüber nach, ob sie diese Maßnahme nicht zurückstellen, weil die Kosten in Höhe von 830 000 Euro die Kommunalpolitiker abschrecken.

Münster - Stadt der Fahrräder

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Und die Bezirksvertretung Münster-Mitte hat nun entschieden, dass die Aegidiistraße in eine Fahrradstraße umgewidmet werden soll, wenn denn die Umgestaltung dereinst einmal abgeschlossen ist. Der Beschluss erfolgte mit großer Mehrheit. Lediglich der FDP-Vertreter Bernd Mayweg sprach die Gefahr an, dass eine stärkere Ausrichtung der Straße auf den Radverkehr die Erreichbarkeit des Aegidiiparkhauses gefährden könne.

Die SPD-Bezirksvertreterin Marita Otte hielt dem entgegen, dass bereits jetzt zwei Drittel der Verkehrsteilnehmer auf der Aegidiistraße Radfahrer seien. Auch die anderen Parteien betonten in der Aussprache in erster Linie die Vorzüge einer Fahrradstraße.

Münsters Fahrrad-ABC: Von A wie Ampel bis Z wie Zeit

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    Alle Jahre wieder, zum Start des Wintersemesters, ist die Zeit der Frischlinge auf den Radwegen. Mit den neuen Studentinnen und Studenten erobern Tausende Neumünsteraner für sich die deutsche Fahrradhauptstadt. Für viele eine mitunter abenteuerliche Begleiterfahrung des Studienstarts. Hier für die Anfänger auf den Radwegen und alle Leezenliebhaber ein kleines Alphabet des Radverkehrs in Münster von unserer Redakteurin Karin Völker.

    Foto: dpa
  • A wie Ampel: Unbedingt beachten! Ampeln haben in Münster für Fahrradfahrer nicht bloß Empfehlungscharakter. Bei Rot also besser stehenbleiben. Erstens, weil alles andere gefährlich sein kann. Zweitens, weil als Strafe ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei und 100 Euro Strafe drohen. Sehr empfindlich fürs studentische Portemonnaie.

    Foto: Colourbox.de
  • B wie Bürgersteig: Er ist in Münster den Fußgängern vorbehalten. Es gibt ja auch meistens Radwege.

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  • C wie cholerische Anfälle: Sie sind trotz des hier verbreiteten gemäßigten westfälischen Temperaments bei diversen Verkehrsteilnehmern bisweilen zu beobachten. Gilt das Geschimpfe einem selbst, am besten die Ruhe bewahren.

    Foto: Colourbox.de
  • D wie Diskussionen: Sollte man als Fahrradfahrer besser mit anderen Verkehrsteilnehmern nicht anfangen, erst recht nicht mit Polizisten. Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Verkehrsregeln sind zwecklos.

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  • E wie E-Bike: Das Fahrrad mit Batterieverstärkung ist auf Münsters Radwegen schwer im Kommen. Vorsicht vor dem beachtlichen Tempo – wenn sportliche junge Menschen von älteren Herrschaften überholt werden, ist oft ein Akku im Spiel.

    Foto: Oliver Werner
  • F wie Fußgänger: Sie verdienen Rücksicht und Freundlichkeit – auch wenn es mitunter erscheint, die Fußgänger liefen prinzipiell auf Radwegen.

    Foto: Colourbox.de
  • G wie Geschwindigkeit: Tempo 30 in Wohngebieten gilt auch für Radler!

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  • H wie Hamburger Tunnel: Er ist während des Bahnhofsumbaus zentrale Verkehrsachse von und zum Gleis und Ort der friedlichen Koexistenz zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern.  Skeptiker staunen: Es funktioniert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • I wie Irren: Es ist menschlich und kommt bei allen Verkehrsteilnehmern vor. Auch wenn das Fahrrad bewegungsfördernder und umweltfreundlicher ist als das Auto: Auch Autofahrer haben im Verkehr manchmal Recht.

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  • J wie Jugend: Das Radfahren in Münster ist keineswegs nur ihr Privileg. In Münster strampeln  auch viele über 80-Jährige noch durch die Stadt. Fahrradfahren ist hier eine generationsübergreifende Angelegenheit – mit vielen Geschwindigkeiten.

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  • K wie Klauen: Der Fahrradklau ist in Münster ein verbreitetes Übel, das die Stadt in der Kriminalitätsstatistik regelmäßig schlecht aussehen lässt. Ein wenig helfen solide Schlösser.

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  • L wie Ludgerikreisel: Für viele Radler ein neuralgischer Punkt. Die Polizei empfiehlt: beherzt auf der Mitte der Spur fahren. Autos kommen meistens auch nicht schneller vorwärts als Radler.

    Foto: Oliver Werner
  • M wie Meimel: Ein münsterischer Ausdruck für Regen – und zwar dessen langanhaltende Form, und damit einer der natürlichen Feinde des Fahrradfahrers. Trotz häufiger Meimelgefahr lässt man sich in Münster nicht so leicht aus dem Sattel vertreiben. Viele auch nicht durch Schnee und Frost: Es gibt hier extra Streufahrzeuge für die Radwege.

    Foto: Colourbox.de
  • N wie Nase: Sie hat der Radfahrer immer im Wind. Nicht ausgeschlossen, dass im Winter dabei mal eine Erkältung rauskommt. Aber was gibt es Schöneres, als im Frühling unter den blühenden Silberlinden auf der Promenade herzuradeln? 

    Foto: Colourbox.de
  • O wie Ordnungshüter: Die Kräfte von Stadt und Polizei schenken dem Radverkehr sehr viel Aufmerksamkeit, besonders zu Semesterbeginn. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • P wie Parken: In Münster bisweilen auch für Fahrradfahrer nicht unproblematisch. Merke: Bürgersteige  gehören nicht zugestellt und immer merken, wo das Rad steht. Es soll Studenten geben, die ihre Leezen semesterlang gesucht haben.

    Foto: Colourbox.de
  • Q wie Quälerei: Kommt sogar im Fahrradparadies Münster vor – vor allem immer dann, wenn man Pannen hat.  Zum Glück gibt es an fast jeder Ecke einen Fahrradladen, der helfen kann.

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  • R wie Rücklicht: Sollte unbedingt ebenso wie das Vorderlicht funktionieren. Wenn man nicht selbst kontrolliert, ob es brennt – die Polizei tut es ohnehin und verteilt gegebenenfalls Knöllchen.

    Foto: Colourbox.de
  • S wie Stau: Gibt es in Münster, speziell während der Semesterzeiten auch auf Radwegen. Hier hilft nur Geduld.

    Foto: Colourbox.de
  • T wie Trunkenheit: Auch wer sich noch mit 1,6 Promille Alkohol im Blut für fahrtüchtig hält: Lieber das Rad schieben! Denn auch Fahrradfahrer erwarten Alkoholkontrollen durch die hiesige Polizei. Kein Scherz: Im Extremfall werden Fahrradfahrverbote verhängt.

    Foto: Colourbox.de
  • U wie Unfälle: Sie passieren leider – trotz vieler Maßnahmen der Verkehrsplaner und Polizei immer noch zu häufig. Ein Helm kann manchmal das Schlimmste verhindern. 

    Foto: Colourbox.de
  • V wie Vorsicht: Auch defensive Radfahrer kommen ans Ziel, mitunter sogar schneller als die Draufgänger.

    Foto: Colourbox.de
  • W wie Waschanlage: Luxus, wenn man seinem Drahtesel mal was Gutes will. Gibt es tatsächlich speziell für Fahrräder – im Fahrradparkhaus am Bahnhof.

    Foto: Presseamt/Joachim Busch
  • X&Y sind die Unbekannten und stehen für das Unerwartete beim Radfahren – zum Glück ist das nicht nur der plötzliche Plattfuß. Es gibt auch den Flirt beim Warten an der roten Fahrradampel. . .

    Foto: Colourbox.de
  • Z wie Zeit: Wer in Münster Rad fährt, spart meistens kostbare Minuten. Faustregel: Je näher man sich im Stadtkern bewegt, desto größer die Zeitersparnis. Autofahrer kommen fast immer langsamer ans Ziel.

    Foto: Colourbox.de

Die geplante Umgestaltung wird von der Stadtverwaltung damit begründet, dass diese Straße – optisch – gegenüber Straßen wie der Rothenburg oder der Königsstraße zurückfalle. Auch der Straßenraum zwischen dem Aegidiimarkt und dem Landesmuseum sei inzwischen aufgewertet.

Die Neugestaltung sieht unter anderem breitere Bürgersteige vor. Die Radfahrer sollen auch weiterhin auf der Straße und nicht auf einem separaten Radweg fahren.

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