Foto-Ausstellung porträtiert Bewohner eines katholischen Heims Ins (Blitz-)Licht genommen

Münster -

Beim Diözesancaritasverband ist die Foto-Ausstellung „‘ne Minute & ein Leben“ eröffnet worden. Sie zeigt noch bis Mitte November am Kardinal-von Galen-Ring 45 sechs ehemals wohnungslose Menschen, die heute im Petrusheim leben, einem Altenwohn- und Pflegeheim des Rheinischen Vereins für katholische Arbeiterkolonien in Weeze.

Bei der Ausstellungseröffnung am Kardinal-von-Galen-Ring gaben die Porträtierten Auskunft über das Foto-Projekt.
Bei der Ausstellungseröffnung am Kardinal-von-Galen-Ring gaben die Porträtierten Auskunft über das Foto-Projekt. Foto: Kirchhoff/Caritas

„Das Foto-Projekt will Bewohner unseres Hauses einmal ins Blitz-Licht holen“, sagt Dieter Paeßens , Bereichsleiter im Petrusheim . „Dabei wird klar: Die Bilder zeigen Menschen, die nicht anders sind als du und ich.“ Bei dem Projekt seien über eineinhalb Jahre Porträts der Bewohner entstanden, in deren Gesichtern sich das ganze Leben mit seinen Höhen und Tiefen widerspiegele. Die Foto-Agentur „Kopf und Weiden“ hatte dem Petrusheim das Angebot gemacht, das Foto-Projekt ehrenamtlich zu realisieren. Die Chemie der beiden Fotografen mit den Bewohnern habe gestimmt.

Die Ausstellung zeigt von jedem der sechs fotografierten Bewohner vier Fotos, ein Kopf- sowie ein Ganzkörper-Porträt, ein Foto im Privatzimmer und an einem Lieblingsort. „Telefon-Banking“ nennt Norbert Schmitz seinen Lieblingsort, einer Bank im Grünen auf dem Gelände des Petrusheims. „Hier kann ich in Ruhe telefonieren, was im Wohnheim nicht so gut geht.“ Agate Wierzbickis Lieblingsort ist die Küche. „Dort kann ich beim Kochen und Backen entspannen.“ „Mein Lieblingsplatz ist das Billard-Café“, erklärt Norbert Zigelsky. Er freue sich immer noch darüber, dass er eine schwere Operation so gut überstanden hat, dass er wieder Billard spielen kann.

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