Bundesweite ­Online-Börse Studienplatz-Vergabe wird neu geregelt

Münster -

Die Vergabe ­attraktiver NC-Studienplätze in Medizin, Psychologie und Pharmazie sorgt regelmäßig wegen Mehrfachbewerbungen und komplizierter Nachrückverfahren für Ärger. Nun wollen die Länder das umstrittene Verteilsystem für diese Studienplätze verbessern.

Von Claudia Kramer-Santel
Ab 2018 sollen auch die Studienplätze in den Fächern Medizin, Psychologie und Pharmazie  über
Ab 2018 sollen auch die Studienplätze in den Fächern Medizin, Psychologie und Pharmazie  über Foto: dpa

Die Bundesländer haben einen neuen Staatsvertrag beschlossen, wonach künftig auch diese Fächer in die ­Online-Studienplatzbörse des „Dialogorientierten Serviceverfahrens“ (DoSV) inte­griert werden sollen. Das bestätigte ein Sprecher des NRW-Wissenschaftsministeriums. In diesen Fächern zählen bislang Abi-Durchschnittsnoten und Warte­zeiten. Die neue Vereinbarung für den Nachfolger der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze ( ZVS ) soll zum Wintersemester 2018/2019 greifen. NRW sieht sich laut Wissenschaftsministerium als Vorreiter für das DoSV.

Die Universität Münster hat nach eigenen Angaben landesweit die „höchste Beteiligung“ und in diesem Wintersemester alle Studiengänge mit dem Abschluss Ein-Fach-Bachelor integriert, sagt Sprecher Norbert Robers . Das Verfahren bewertet er nach anfänglichen technischen Bedenken als „positiv“. Es verhindert, dass Studienplätze unbesetzt bleiben. Robers hofft, dass sich bundesweit bald alle 180 Hochschulen beteiligen. Bislang sind es rund 100.

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