Partei nominierte am Abend ihre beiden Landtagskandidaten CDU setzt auf Wendland und Nacke

Münster - Im Norden die Rechtsanwältin Simone Wendland (53), im Süden der Bischofs-Berater Dr. Stefan Nacke (40). Die CDU Münster hat bis in den späten Mittwochabend hinein ihre beiden Kandidaten für die Landtagswahl im Mai 2017 gekürt.

Von Ralf Repöhler
Die beiden Landtagskandidaten heißen Dr. Stefan Nacke und Simone Wendland (beide mit Blumen). Es gratulieren Parteichef Josef Rickfelder (l.), Bundestagsabgeordnete Sybille Benning (Mitte) und Noch-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Thomas Sternberg.
Die beiden Landtagskandidaten heißen Dr. Stefan Nacke und Simone Wendland (beide mit Blumen). Es gratulieren Parteichef Josef Rickfelder (l.), Bundestagsabgeordnete Sybille Benning (Mitte) und Noch-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Thomas Sternberg. Foto: Matthias Ahlke

Die frühere stellvertretende Ratsfraktionsvorsitzende Wendland setzte sich gegen vier Mitbewerber und am Ende in einer Stichwahl gegen den Vorsitzenden der Jungen Union Münster , Dietrich Aden, durch. Wendland bekam hier 176 Stimmen, Aden 119. Zuvor hatten Babette Lichtenstein van Lengerich (45 Stimmen), Markus von Diepenbroick-Grüter (29 Stimmen) und Jan Leiße (19 Stimmen) das Nachsehen gehabt. Wendland und Aden, die beide engagierte Reden gehalten hatten, holten im ersten Wahldurchgang 123 beziehungsweise 73 Stimmen.

Newcomer setzt sich durch

Auch die Nominierung im Süden musste mit einer Stichwahl entschieden werden. Der Newcomer in Münsters CDU , Dr. Stefan Nacke , setzte sich hier mit 169 Stimmen gegen CDU-Geschäftsführer Christoph Brands durch, der 113 Stimmen erhielt. Die beiden Ratsmitglieder Stefan Leschniok (79 Stimmen) und Frank Baumann (22 Stimmen) waren bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden, in dem Nacke 107 und Brands 84 Stimmen holten.

Zuvor hatten die neun CDU-Bewerber sich und ihre politischen Ziele in jeweils zehnminütigen Vorstellrunden präsentiert. Mit teils deutlichen Angriffen auf die rot-grüne Landesregierung wurden fehlende Investitionen in die Infrastruktur beklagt. Bildung, innere Sicherheit, aber auch Bauen und Wohnen lagen den Kandidaten am Herzen.

Wendland kritisiert NRW-Regierung

Wendland, die gegen den Landtagsabgeordneten Thomas Marquardt (SPD) antreten wird, warf der NRW-Regierung vor, spitze beim Unterrichtsausfall und bei verfassungswidrigen Haushalten zu sein. Sie warb unter anderem für den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 1, für flexible Arbeitszeitmodelle und das mehrgliedrige Schulsystem, das Kinder nach seinen Neigungen fördere.

Nacke, der wissenschaftlicher Referent des Essener Bischofs Dr. Franz-Josef Overbeck ist, setzt seine Schwerpunkte in der Familienpolitik, aber auch in der Wirtschafts- und Sozial-, Kultur und Medienpolitik. Sein fünfjähriger Sohn Paul hatte ihm ein Wahlplakat gemalt, das Nacke stolz präsentierte. „Kinder sind die Zukunft und die größte Motivation, Politik zu gestalten“, sagte Nacke, der der Herausforderer von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sein wird.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4353147?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F