Hafenweg gesperrt Kran am Hafen „wie ein Kartenhaus” eingestürzt

Münster -

(Aktualisiert - 18.20 Uhr) Baustellenunfall am Hafen: Am Mittwochmorgen ist ein Kran eingestürzt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Von Jan Hullmann, Julia Kwiatkowski
Hafenweg gesperrt : Kran am Hafen „wie ein Kartenhaus” eingestürzt
Am Hafenweg ist ein Baukran eingestürzt. Foto: Matthias Ahlke

Riesenschrecken am Hafenweg : Am Mittwochmorgen gegen 8.30 Uhr ist ein etwa 15 Meter hoher Kran umgestürzt und hat dabei ein Baugerüst mitgerissen. Herunterstürzende Metallteile demolierten mehrere Autos. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Am Kran als auch am Baugerüst für ein neues Wohnhaus entstand Totalschaden, bilanziert die Feuerwehr . Sie war gemeinsam mit Mitarbeitern von Gerüstfirmen stundenlang im Einsatz, um den Kran, der sich in dem Gerüst verkeilt hatte, abzubauen.

Der Hafenweg war wegen der Aufräumarbeiten mehrere Stunden gesperrt. Auf dem Albersloher Weg und dem Hansaring staute sich der Verkehr. Die genaue Ursache für den Baustellenunfall ist noch nicht ermittelt. Nur soviel: Mitarbeiter hatten bereits damit begonnen, den Kran abzubauen.  

Warum der Baukran am Hafenweg in Höhe des ehemaligen Wolfgang-Borchert-Theaters am Mittwochmorgen plötzlich zusammenstürzte, war auch am Abend immer noch nicht klar. Fakt ist laut Feuerwehr-Einsatzleiter André Andrasch , dass sowohl am Kran als auch an dem Baugerüst, in das der Stahlkoloss stürzte, Totalschaden entstand. „Der Kran ist wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen“, erzählt Augenzeugin Eva-Maria Jazdzejewski , die gerade auf dem Weg zur Arbeit war. „Ich habe ein lautes Krachen gehört und mich umgeschaut“. Dadurch, dass der Kran noch ein Baugerüst rammte, „ist viel Staub aufgewirbelt worden“, sagt Eva-Maria Jazdzejewski, die mit dem Schecken davonkam.

Die alarmierte Feuerwehr ging zunächst davon aus, dass auch Menschen eingeklemmt sind, berichtet Einsatzleiter Andrasch. Eine Vermutung, die sich glücklicherweise nicht bestätigte, obwohl der Hafenweg von vielen Berufstätigen zu dieser Zeit passiert wird.

Mitarbeiter einer Baufirma waren laut Feuerwehr damit beschäftigt, den Kran abzubauen, als der Unfall geschah. „Ausleger waren bereits eingeklappt“, so Andrasch. Der fallende Kran verkeilte sich im Baugerüst vor einem Wohnhaus. Die Feuerwehr war stundenlang gemeinsam mit Baugerüstfirmen damit beschäftigt, das Gerüst zu sichern und überhängende Teile abzuschneiden. Durch herumfliegende Metallteile waren zuvor fünf Autos beschädigt worden. Die Polizei schätzt den an Fahrzeugen, Gerüst und Kran entstandenen Sachschaden auf über 100 000 Euro.

Die Baustellenüberwachung der Bezirksregierung machte sich inzwischen vor Ort ein Bild. Und Anlieger äußerten bereits Kritik an der Gestaltung der Baustelle. Im Vorfeld seien „täglich mehrere kritische Situationen und Beinahe-Unfälle“ beobachtet worden, „da sich Fußgänger, Radfahrer, Baustellenfahrzeuge und Autofahrer dieses Nadelöhr teilen müssen“, heißt es. 

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