Amateurbühne Münster-Ost feiert Launiger Rückblick auf 125 Jahre Theaterkunst

Münster -

Festlich, fröhlich, fantasievoll – so wurde am Samstag der Jubiläumsball der Amateurbühne Münster-Ost e.V. gefeiert. 125 Jahre besteht die zweitälteste Laiengruppe Nordrhein-Westfalens. Am Samstag kamen mehr als 125 Gäste ins Pfarrer-Eltrop-Heim, darunter Oberbürgermeister Markus Lewe, der Leiter des Amateurtheaterverbands NRW Bernhard Staercke und Jörg Sobeck vom Bund Deutscher Amateurtheater. Der Hausherr von St. Mauritz, Pfarrer Hans-Rudolf Gehrmann, gratulierte ebenso wie KAB-Vorsitzende Marlies Jägering, die an die gemeinsamen Anfänge erinnerte, bis sich 1959 die Amateurbühne als eigener Verein von der KAB verselbstständigte.

Von Maria Conlan
Die Jugendgruppe der Amateurbühne war mit ihrer Aschenputtel-Kurzfassung beim Jubiläumsfest im Pfarrer-Eltrop-Heim am Start.
Die Jugendgruppe der Amateurbühne war mit ihrer Aschenputtel-Kurzfassung beim Jubiläumsfest im Pfarrer-Eltrop-Heim am Start. Foto: Conlan

Wie lebendig dieser Verein ist, bewies die Kinder- und Jugendgruppe. Nicht nur in Dankesreden wurde der Nachwuchs hervorgehoben, auch auf der Bühne zeigen sie als Abschluss eines begeisternden Festprogramms mit ihrer Aschenputtel-Kurzfassung, wie viel Spiellust in ihnen steckt.

Zudem waren andere Laienspielgruppen angereist, so aus Sprockhövel die Gruppe „Schnick Schnack“ und aus Franken die Männer vom „Dramatischen Verein Niederwerrn“. Sie traten als „Men in Black relaoded“ auf. Mit einer musikalischen Haarwäsche sorgten sie zudem für zahlreiche Lacher.

Zu Beginn gaben die kleinen Schlossgeister aus Münster einen Vorgeschmack auf die Karnevalssession. Die Ems-Elfen aus Telgte zauberten mit beweglichen Hutkrempen, ausdrucksstarker Mimik und Rhythmusgefühl Musikgeschichten aufs Podest. Bauchredner Peter Kerscher ließ miterleben, wie sich seine kleine Kuh Dolly fröhlich-freche Kommentare über die Laienspieler erlauben kann und diese über sich selbst herzlich lachten.

Das Festkomitee hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Dieses buchstabierte das Wesen der Amateurbühne mit den Begriffen Liebe, Energie, Bildung, Ehrenamt, und Nebeneinander verschiedener Nationalitäten – eben LEBEN – durch.

Schon allein aus den 167 Stücktiteln ließe sich eine lustige Festrede formulieren. Vorsitzende Beate Ruhkamp genoss die Feierlaune mit Stolz auf ihr Team. Ihr Dank galt auch den vielen Helfern im Hintergrund, ob Techniker oder Souffleusen: „Es geht nur gemeinsam.“ Die Bewirtung am Abend übernahmen Schützenbrüder von Lamberti-Hansa. Wie auch die Jubiläumsschrift, so zeugte dieser Ball von Spiellust und freundschaftlicher Gemeinschaft.

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