Serienkonsum bei Münsteraner Studenten Traditions-TV nur noch für Tatort und Nachrichten

Münster -

Wie serienbegeistert sind Münsters Studenten? Warum sie Serien schauen und ob dabei überhaupt noch Zeit für andere Freizeitaktivitäten bleibt.

Von Carolina Ihlenfeld
The Walking Dead –  eine der erfolgreichsten Serien der neuen Machart.
The Walking Dead –  eine der erfolgreichsten Serien der neuen Machart. Foto: Fox Networks Group Germany

Nächtelang allein vor dem Laptop sitzen und am laufenden Band eine Folge nach der anderen schauen? Ganz so drastisch verhält sich der Serienkonsum bei Münsteraner Studenten und jungen Menschen nicht. „Abends zur Entspannung“ macht der 22-jährige BWL-Student Jannik Sonnenschein „eine Folge“ auf Netflix auf dem Tablet.

Auch die 23-jährigen Studentin Margareta Conradi schaut mehrere Folgen einer Serie am Stück nur am Wochenende oder in den Semesterferien. „Im Moment schreibe ich meine Bachelorarbeit und habe währenddessen bewusst keine neue Serie begonnen“, sagt sie. So ähnlich lautet der Tenor aller in der Innenstadt befragten Studierenden.

Fernsehen schauen sie so gut wie nicht mehr, wenn sie denn überhaupt noch einen besitzen. „Den Fernseher mache ich höchstens mal für den Tatort an“, winkt Jannik ab. Und auch die 20-jährige Lehramtsstudentin Carolin Hagemeier nutzt das Fernsehangebot nur noch sporadisch – fast ausschließlich, um Nachrichten zu sehen.

Hoch im Kurs stehen dagegen Portale wie Netflix und Amazon Prime, für die die Studierenden auch bereitwillig bezahlen. „Für mich lohnt es sich auf jeden Fall“, bestätigt der 26-jährige Marketing-Master-Student Sven Guggelmos, der Serien auf Englisch schaut.

Wie sie die Serien auswählen, die sie als nächstes schauen, ist für die jungen Leute klar: Sie verlassen sich auf Empfehlungen von Freunden, mit denen sie sich häufig über Serien austauschen – oder schauen das, „was beliebt ist“, wie Carolin Hagemeier erklärt. Zurzeit erfreuen sich Drama-Serien wie „House of Cards“, „The Walking Dead“ und „Sherlock“ besonderer Beliebtheit – da bilden Münsters Studierende keine Ausnahme.

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