Max Giesinger in der Sputnikhalle Immer in Bewegung

Münster -

„Immer in Bewegung“ sorgt er bereits nach wenigen Takten für beste Stimmung bei den gut 500 Besuchern. Auf Tour zu gehen, sei für ihn wie Urlaub, da er einfach gerne mit seiner Band unterwegs sei und dabei nur schöne Dinge mache: auf der Bühne stehen, singen, ausschlafen, essen, trinken. Zwei Jahre nach seinem letzten Auftritt in Münster freute Max Giesinger sich wieder auf das „Freiburg des Nordens“.

Von Johannes Feindler
„Der Junge, der rennt“ heißt das neue Album von Max Giesinger. In der Sputnikhalle zeigt er warum.
„Der Junge, der rennt“ heißt das neue Album von Max Giesinger. In der Sputnikhalle zeigt er warum. Foto: Johannes Feindler

Die ersten Fans sind bereits um 15 Uhr am Hawerkamp und warten auf den Einlass in die Sputnikhalle , wo sie beim Konzert von Max Giesinger natürlich in der ersten Reihe stehen wollen. Es dauert allerdings bis 20 Uhr, dass schließlich Lotte (Support von Max Giesinger) die Bühne betritt. Mit ihren sanften, manchmal melancholischen, manchmal temperamentvollen Balladen, die sie allesamt auf ihrer Gitarre begleitet, entführt sie das Publikum in ihre eigene Welt aus Kindheitsträumen, Liebeskummer und Fantasie, wie auch ihr letztes Lied an diesem Abend im Vorprogramm heißt

Als Max Giesinger eine halbe Stunde später die Bühne betritt, lobt er sie noch einmal in besten Tönen: „Von ihr wird man in den nächsten Jahren bestimmt noch viel hören.“ Nach einem instrumentalen Intro beginnt Giesinger das Konzert hinten in der ausverkauften Sputnikhalle, um sich dann singend durch die Menge den Weg nach vorne auf die Bühne zu bahnen.

„Immer in Bewegung“ sorgt er bereits nach wenigen Takten für beste Stimmung bei den gut 500 Besuchern. Auf Tour zu gehen, sei für ihn wie Urlaub, da er einfach gerne mit seiner Band unterwegs sei und dabei nur schöne Dinge mache: auf der Bühne stehen, singen, ausschlafen, essen, trinken. Zwei Jahre nach seinem letzten Auftritt in Münster , damals im Sputnikcafé, freute er sich wieder auf das „ Freiburg des Nordens“, wo er sich immer sehr wohl fühle, besonders beim momentanen Wetter.

Musikalisch heizt er das Publikum immer wieder ein, animiert zum Tanzen, Springen und Mitsingen, auch wenn anfangs nur die hartgesottenen Fans in den ersten Reihen mitsingen. Dennoch sind die T-Shirts kaum noch trocken, was aber laut Giesinger auch zu einem guten Konzert dazugehöre. Schon der Titel seines neuen Albums „Der Junge, der rennt“ passt perfekt zu diesem Abend, an dem er die Menge ständig in Bewegung hält und gleichzeitig durch seine Karriere springt, von den akustischen Anfängen als Schulband bis zum großen Erfolg in diesem Sommer mit „80 Millionen“.

In seinem Hit beschreibt er seine Geschichte als einer, der aus einem kleinen Dorf kommt und schließlich beim Unterwegssein die große weite Welt kennenlernt und gleichzeitig die eine richtige Person kennenlernt, die ihn glücklich macht. Spätestens beim Refrain singt die Menge lautstark mit und Giesinger kann auch „einmal Publikum sein“, bevor er noch eine Unplugged-Version folgen lässt, bei dem ihn seine Band-Kollegen nur mit Schellenkranz, Rasseln und Mundorgel begleiten.

Nach seinem ersten Album „Laufen lernen“ zeigt er, dass er in Bewegung bleibt und sich weiterentwickelt — das zeigt auch die große Resonanz des münsterische Publikums.

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