Studentenjobs Jung und mittellos - das Problem der Studienfinanzierung

Es ist wieder so weit: Mit Beginn des Wintersemesters kommen viele neue Studenten nach Münster. Das Studium kostet Geld - besonders in einer anderen Stadt. Ist der Kampf um eine Wohnung oder ein WG-Zimmer endlich geschafft, bleibt die Frage der Finanzierung. Denn zur Miete kommen zahlreiche Nebenkosten beispielsweise für Verpflegung und Freizeitaktivitäten. Nicht zu vergessen der Semesterbeitrag, um den kein Student herum kommt.

Von Katharina Röling
Die Mehrheit der Studenten verdient sich durch Jobben noch Geld dazu.
Die Mehrheit der Studenten verdient sich durch Jobben noch Geld dazu. Foto: dpa

Wie also das Studium am besten finanzieren? Rasen mähen, Teller waschen oder an dubiosen Studien teilnehmen? Rund 60 Prozent der Studierenden erhalten monatlich Geld von den Eltern. Circa 55 Prozent verdienen neben den Vorlesungen Geld durch Jobben. 30 Prozent erhalten außerdem Ausbildungsförderung vom Staat in Form von BAföG. Dies zeigt eine aktuelle Statistik.

Beliebte Jobs unter Studenten

Welche Jobs sind unter Studenten beliebt? Die Jobs der Jobbörse des Studierendenwerks besonders nachgefragt, sagt Marketingreferent Gisbert Schmitz : „Schülernachhilfe, Gastronomie , Inventurjobs in Supermärkten, Paketzustellung, Gartenarbeit,…“ In den Semesterferien sei die Nachfrage besonders hoch. Die Bezahlung ist unterschiedlich, meistens können ungelernte Kräfte aber nur mit dem Mindestlohn rechnen.

Die Arbeitsagentur hat kein spezielles Angebot für Studenten. Wer über diesen Weg einen Job finden möchte, kann sich unter der Jobbörse, einem Suchportal der Arbeitsagentur, informieren. Dort werden neben versicherungspflichtigen Jobs auch solche angeboten, die sich für Studenten eignen. Diese sind nicht versicherungspflichtig, also in der Regel auf Minijob-Basis. Der Arbeitnehmer kann in diesem Fall bis zu 450 Euro pro Monat steuerfrei verdienen.

Aufgepasst beim Verdienst

Bis zu dieser Grenze gibt es auch kein Problem mit dem BAföG. Sobald monatlich mehr als 450 Euro bzw. jährlich mehr als 5400 Euro verdient werden, wird der Verdienst auf das BAföG angerechnet. Sprich: Es wird gekürzt. Solange Studenten diese Grenzen im Blick behalten, gibt es keine Probleme mit dem Finanzamt.

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