Betriebsrat schreibt offenen Brief Gescheiterte Verhandlungen bei Esprit

Münster -

Der Betriebsrat der über Nacht geschlossenen Esprit-Filiale in den Münster-Arkaden ist sauer auf die Geschäftsleitung. In einem offenen Brief richtet er sich jetzt an die Belegschaft.

Mitarbeiter von Esprit protestierten Ende August in der Ludgeristraße gegen ihre Freistellung. 
Mitarbeiter von Esprit protestierten Ende August in der Ludgeristraße gegen ihre Freistellung.  Foto: kal

In einem offenen Brief an die Belegschaft hat der Betriebsrat der über Nacht geschlossenen Esprit-Filiale in den Münster-Arkaden ( wir berichteten ) seine Verwunderung über die Vorgehensweise der Geschäftsleitung zum Ausdruck gebracht. Man freue sich auf konstruktive Gespräche in der Einigungsstelle, weil die Vertreter der Esprit Retail B.V. & Co. KG am Freitag (23. September) „mitgeteilt haben, die Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan für gescheitert zu erklären“, heißt es etwas süffisant in dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt.

Dabei seien in keinem einzigen Informationstermin konkret Angebote zum Ausgleich widerstreitender Interessen gemacht worden oder konkret Sozialplanthemen verhandelt worden, heißt es darin. Dafür sei bisher auch keine Zeit gewesen, weil die Beteiligten der Verhandlungsrunde ausschließlich damit beschäftigt gewesen seien, durch Errichtung eines neuen Betriebsratsbüros überhaupt wieder arbeiten zu können.

Die Storeschließung sei in einer Art und Weise abgelaufen, „die auf der Schulnotenskala die Note ungenügend nicht erreicht“, heißt es in dem Schreiben.

Einen Tag zuvor hatte sich die Geschäftsleitung von Esprit in einem Brief an die Mitarbeiter gewandt und den Ablauf der Schließung gerechtfertigt und darüber berichtet, mit dem Betriebsrat weiter zu verhandeln.

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