Wiedersehen am Tatort-Set Mit der Münster-Krimiserie startete die Schauspielkarriere von Frank Montenbruck

Münster -

Er kehrte dorthin zurück, wo alles begann – in den Münster-Tatort. Mit einer kleinen Rolle in der Auftaktfolge „Der dunkle Fleck“ startete der Münsteraner Frank Montenbruck 2002 seine Schauspieler-Laufbahn. In der Folge „Feierstunde“ gab es für ihn ein Wiedersehen mit Kommissar Thiel beziehungsweise Axel Prahl.

Von Mirko Ludwig
Wiedersehen unter Kollegen: Frank Montenbruck (r.) hatte bei den Dreharbeiten zum ersten Münster-Tatort eine gemeinsame Szene mit Axel Prahl – 14 Jahre später erneut.
Wiedersehen unter Kollegen: Frank Montenbruck (r.) hatte bei den Dreharbeiten zum ersten Münster-Tatort eine gemeinsame Szene mit Axel Prahl – 14 Jahre später erneut. Foto: privat

Montenbruck hat in der Branche Fuß gefasst , dem TV-Publikum ist er vor allem als Mitglied des Büro-Teams der Pro7-Serie „Stromberg“ bekannt. Mittlerweile lebt der 48-Jährige in Köln . Mit Frank Montenbruck sprach unser Redaktionsmitglied Mirko Ludwig.

Back to the Roots – könnte man wohl gut sagen...

Frank Montenbruck (schmunzelt): Ganz genau! Ich war beim ersten Münster-Tatort dabei – und jetzt wieder bei der Jubiläumsfolge. Mit einem Unterschied: Damals vor 14 Jahren wurde ich noch gecastet – dieses Mal vom Fleck weg für die ,Feierstunde‘ engagiert…

Welche persönliche Bedeutung hat der Münster-Tatort für dich?

Montenbruck: In erster Linie steht er für meine Heimat. Die erste Folge war ja für mich als Schauspieler mein Sprungbrett, da habe ich Lunte gerochen. Da war zugleich der Punkt, an dem ich aber auch meine Zelte in Münster abgebrochen habe – und dann ab nach Köln bin.

Das Besondere an den münsterischen Krimifolgen . . .

Montenbruck: . . . sind vor allem die Charaktere. Der Professor Boerne ist mehr der schusselige, Kommissar Thiel hingegen eher der konservative Typ – das passt einfach zusammen, die Harmonie stimmt.

Dürfen Sie ein wenig über Ihre Rolle im neuen Tatort verraten?

Montenbruck: Nein, das geht leider nicht vor der Ausstrahlung. Sonst würde ich bösen Ärger kriegen...

Wird der Tatort-Zuschauer Sie – anders als bei Stromberg – denn sprechend erleben?

Montenbruck: Ja – in einem Dialog mit Kommissar Thiel.

Gedreht wurde in Münster?

Montenbruck (schmunzelt): Leider nein. Ich hatte zwei Drehtage – aber in einer Gaststätte in Dormagen, hinter Köln. Der Regisseur Lars Jessen, mit dem ich schon mal zusammengearbeitet hatte und den ich gut kenne, wollte mich gern dabei haben.

Wie war die Zusammenarbeit am Set?

Frank Monkenbruck: Ich hatte einen Dreh mit Axel Prahl . Er ist total locker-flockig drauf – sehr sympathisch. Keine Star-Allüren, keine Arroganz. Man kann super mit ihm arbeiten.

Video: Ewwerscht Cops - "Der Alptraum"mit Frank "Monte" Montenbruck:

Wie verlief das Wiedersehen nach 14 Jahren . . .

Montenbruck: Zur Begrüßung habe ich ihm gesagt: ,Wir kennen uns! Ich war beim ersten Tatort dabei. Wir hatten damals in unserer gemeinsamen Szene eine Diskussion übers Falschparken, ich habe dich noch blöd von der Seite angemacht.‘ Prahl testete mich und wollte wissen, wer Regie geführt hat. ,Peter Bringmann‘, sagte ich ihm. ,Alles klar‘, meinte er, nahm mich in die Arme – das Eis war gebrochen…

Die wichtigsten Infos

Das Tatort Münster-Special

Auf Ihrer Schauspiel-Visitenkarte steht bereits der Münster-Tatort. Fehlt ja eigentlich noch ein Engagement in Ihrer neuen Heimatstadt beim Kölner Tatort…

Montenbruck (grübelt): Ja… schon – ist immer gut für die Vita. Wichtiger wäre mir aber ein erneutes Mitwirken im Münster-Tatort. Ich habe meinen Agenten auch drauf angesetzt, immer ein Auge offen zu halten, wenn hierfür Rollen zu besetzen sind. Der Köln-Tatort ist auch nicht schlecht, aber Münster ist besser. Das sage ich nicht nur als Lokalpatriot…

Video mit Frank Montenbruck und Olivia Jones:

Wie ging es nach dem Ende der Stromberg-Staffel für Sie weiter?

Montenbruck: Ich war gut beschäftigt: Viele Drehs, viele Interviews. Nach der Stromberg-Kinopremiere konnte ich zunächst in Köln gar nicht mehr durch die Stadt gehen, ohne ständig drauf angesprochen und von Fans belagert zu werden. Das wurde mir erst ein bisschen zu viel, zum Glück hat sich das dann auch gelegt.

Wenn Sie sich eine Rolle wünschen könnten...

Montenbruck (lacht): ...würde ich gern mal in einem Drama mitspielen oder einen üblen Bösewicht mimen. Ich habe viel Comedy gedreht und will nicht nur immer der gute Monte sein, auch mal der böse. Denn: Ich kann auch anders – nicht nur Rollen im Anzug.

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