Radverkehrkonzept 2025
„Autoverkehr muss eingeschränkt werden“

Münster -

Allgemeiner Deutscher Fahrradclub und Verkehrsclub Deutschland begrüßen im Grundsatz das Radverkehrskonzept 2025, haben aber noch viele Verbesserungsvorschläge.

Dienstag, 26.07.2016, 08:30 Uhr aktualisiert: 26.07.2016, 08:49 Uhr
Radler aus dem Umland sollen in Ergänzung zu den Pättkes bald auf breiten Velorouten in die City fahren können. Foto: hpe

In ersten Stellungnahmen zum Radverkehrskonzept 2025 begrüßen der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ( ADFC ) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) „viele positive Ansätze“.

Allerdings würden die vorgeschlagenen Standards nicht ausreichen, um die Belastung durch Luftschadstoffe deutlich zu verringen. Auch die Verkehrssicherheit für Radler würde nicht erhöht. Um Autofahrer zum Umstieg aufs Rad zu bewegen, sei ein Paradigmenwechsel in der städtischen Verkehrsplanung nötig. Nach Ansicht des ADFC müsse „der fließende Kfz-Verkehr eingeschränkt werden“. Im Konzept seien die vorgesehenen Mindestbreiten der Radwege wegen der hohen Zahl an Radlern in Münster deutlich zu gering bemessen. Die pauschale Beibehaltung der Radwegebenutzungspflicht wird abgelehnt.

Schließlich will der ADFC eine Umverteilung der Geldmittel. Beträge, die bisher in den Straßenbau und die Unterhaltung fließen, sollen für bessere Radwege genutzt werden. Jährlich sollten 25 Euro pro Einwohner in die Radinfrastruktur investiert werden, so ADFC-Chef Andreas Bittner . Kurzfristig müssten mehr Straßen für Radler freigegeben und die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert werden.

VCD-Sprecher Elmar Post fordert „gezielte Maßnahmen, um Autofahren unkomfortabler und unnötiger zu machen“. Als Beispiel nennt er abgelegene Parkplätze, autoarme Wohngebiete und lange Umweltspuren mit Bevorrechtigungen für den ÖPNV. Aktuell werde der Radverkehr häufig ausgebremst zugunsten eines schnellen Autoverkehrs.

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