Friedrichsburg
Friedrichsburg vor Veränderung

Münster -

Die Friedrichsburg – Provinzhaus der Vorsehungsschwestern und Altenheim – macht Pläne für die Zukunft. Dazu gehört eine Befragung von Senioren in Pluggendorf und der Aaseestadt, um die Wünsche von alten Menschen zu ermitteln.

Donnerstag, 09.06.2016, 08:00 Uhr
Veränderungsprozesse stehen der Klosteranlage Friedrichsburg ins Haus . Das Foto zeigt das Areal von der LVM-Versicherung aus gesehen. Foto: kal

Die Klosterlandschaft in Münster verändert sich. In den einstigen Klostergärten am Hörsterplatz sind Stadtvillen entstanden, das Bauprojekt „Clemensbögen“ ist im Bau. Nun scheint der Lauf der Zeit auch die Schwestern der Göttlichen Vorsehung eingeholt zu haben. Es wird derzeit wild spekuliert über die Zukunftspläne hinter der Klostermauer an der Weseler Straße / Ecke Kolde-Ring. Soviel vorweg: „Nach den Sommerferien wissen wir mehr“, sagt Geschäftsführer Martin Runde .

Dass Veränderungsprozesse bei der Schwesterngemeinschaft anstehen, kann Provinzoberin Schwester Paula Bomas auf Anfrage unserer Zeitung bestätigen. Konkret sei jedoch noch nichts. „Es ist alles offen, wir befinden uns in Gesprächen, und ich möchte keine Spekulationen schüren.“

In der Friedrichsburg – seit März 2007 das Provinzhaus der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung „Deutsche Provinz“ – mit großer Parkanlage am Hoppendamm leben etwa 100 Ordensfrauen, von denen der größere Teil in die Jahre gekommen ist. Die Schwestern werden auf der Alten- und Pflegestation für Ordensangehörige im Provinzhaus betreut, zu dem auch das Seniorenheim Friedrichsburg an der Offenbergstraße zählt. Zusammen bildet das große Areal ein Herzstück in Pluggendorf und in der Aaseestadt . „Wir sind den Stadtteilen sehr verbunden“, unterstreicht Martin Runde.

Mit Blick auf das Alter der Schwestern und dem Mangel an Nachwuchs liegt es auf der Hand, dass sich was tun wird. Was wünschen sich Senioren in Pluggendorf und in der Aaseestadt? Aufsuchende Hilfe, in Gemeinschaft zu leben, religiöse Angebote, Geburtstagskaffee und viel mehr – eine Fragebogenaktion des Seniorenheims soll dies in Erfahrung bringen. Die Ergebnisse sind die Basis für die Zukunft, an der nach Auskunft des Geschäftsführers die Stadt, Caritas, die Gemeinde St. Stephanus, die Friedrichsburg mit ihren Schwestern als Bewohner des Stadtteils und das Altenheim Friedrichsburg gemeinsam arbeiten.

„Wir möchten mit anderen überlegen, was wir brauchen. Was für uns und für andere wichtig ist. Wir möchten den Zeitgeist mittragen mit verschiedenen Angeboten“, informiert Martin Runde, der auf viele Anfragen nach Seniorenwohnungen an dieser Adresse verweist.

Die Friedrichsburg sehe sich als Versorger für alte Menschen und Ordensschwestern. Warum nicht auch zusammen wohnen und in Gemeinschaft leben?

Das Kloster mit langer Geschichte war einst Generalmutterhaus, Provinzhaus der Westfälischen Provinz und ist seit der Zusammenführung der Rheinischen und Westfälischen Provinz Zentrum der Deutschen Provinz.

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