Einsatzbilanz nach Drittligaspiel Polizei schickt Dresdner Gewalttäter vor Anpfiff nach Hause

Münster -

Am letzten Heimspieltag in der 3. Liga traf am Samstag Preußen Münster auf Dynamo Dresden. Schon vor Spielbeginn schickte die Polizei insgesamt acht Dresdner Gewalttäter wieder nach Hause. Auch nach Spielende kam es zu Zwischenfällen.

Von -klm/pd-
Einsatzbilanz nach Drittligaspiel : Polizei schickt Dresdner Gewalttäter vor Anpfiff nach Hause
Nach Spielende kletterten Dresdner Fans über die Zäune, öffneten die Flucht-Tore und betraten mit etwa 500 Personen den Innenraum. Foto: Jürgen Peperhowe

Am letzten Heimspieltag in der dritten Liga schickte die Polizei bereits vor Spielbeginn insgesamt acht Dresdner Gewalttäter wieder nach Hause. Die Gruppe kam mit einem Kleinbus und fuhr über den Horstmarer Landweg .

Plötzlich stiegen die Männer aus und gingen auf mehrere Passanten los, die gerade einen Umzugswagen beluden. Sie schlugen auf sie und zu Hilfe eilende Passanten ein. Im weiteren Verlauf bespuckten sie die Personen. Danach fuhren die Gewalttäter in Richtung Steinfurter Straße davon. Polizisten stoppten den Bus an der Eisporthalle und stellten die Personalien fest.

Am Ende der zweiten Halbzeit stiegen mindestens 40 Dresden-Anhänger im Gästeblock auf die Zäune und feierten ihre Mannschaft. "Wir konnten nicht ausschließen, dass die Fans nach Spielende den Platz stürmen wollten, um ihren Verein und die Spieler zu feiern. Daher haben Kräfte der Bereitschaftspolizei den Innenraum abgesichert", erklärte Einsatzleiter Martin Mönnighoff .

Bierdose flog in Richtung einer Polizeibeamtin

Nach Spielende kletterten Fans über die Zäune, öffneten die Flucht-Tore und betraten mit etwa 500 Personen den Innenraum. Danach stiegen sie nach mehrfacher Aufforderung in die Busse und traten den Heimweg an. Aus einem Shuttle-Bus flog eine Bierdose in Richtung einer Polizeibeamtin. Die Beamten machten den 28-jährigen Verursacher ausfindig und fertigten eine Strafanzeige. 

Aus den Reihen der Preußen fiel ein 44-jähriger Fan besonders auf. Er kam nach Spielende einem Platzverweis nicht nach und leistete bei seiner anschließenden Festnahme Widerstand.

Der überwiegende Teil der rund 1500 Dresdner Fans war mit Bussen angereist. Insgesamt herrschte jedoch eine eher friedliche Stimmung.

"Unser Sicherheitskonzept der strikten Fantrennung mit Anreisekontrollen hat sich erneut bewährt", resümierte Mönnighoff. Die begangenen Straftaten verfolgen wir konsequent." Die Polizei war mit Wasserwerfern sowie berittenen Einsatzkräften vor Ort. 

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