Telekom startet mit Ausbau Breitband für die ganze Stadt

Münster -

Im Februar will die Telekom mit dem Ausbau des münsterischen Breitbandnetzes beginnen. Bis Ende des Jahres sollen 114 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.

Von Martin Kalitschke
Blick in einen der neuartigen Verteilerkästen. Sie verbinden die Glasfaserkabel mit den Kupferleitungen, die zwischen den Kästen und den Haushalten verlaufen.
Blick in einen der neuartigen Verteilerkästen. Sie verbinden die Glasfaserkabel mit den Kupferleitungen, die zwischen den Kästen und den Haushalten verlaufen. Foto: dpa

Der Ausbau des münsterischen Breitbandnetzes soll Mitte Februar mit einem symbolischen Spatenstich beginnen und Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das berichtete am Dienstagabend ein Mitarbeiter der Deutschen Telekom in der Bezirksvertretung (BV) Mitte. In zwei Abschnitten sollen insgesamt 114 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden, auf einer Länge von 55 Kilometern werden Tiefbauarbeiten erforderlich sein. 113 000 Haushalte können nach Abschluss der Arbeiten mit einem deutlich schnelleren Internet versorgt werden, betonte der Telekom-Mitarbeiter vor den BV-Vertretern.

Vor fünf Jahren hatte die Telekom schon einmal angekündigt, stadtweit Glasfaserkabel zu verlegen – das Vorhaben dann aber gestoppt. Damals plante das Unternehmen, die Glasfaserkabel bis hinein in die Haushalte zu verlegen. Das habe sich dann jedoch als nicht wirtschaftlich herausgestellt, unterstrich der Telekom-Mitarbeiter am Dienstag noch einmal. Nun verlegt die Telekom nur noch Glasfaserkabel bis zu Verteilerkästen. Von den Verteilerkästen bis in die Haushalte bleiben die bisherigen Kupferkabel liegen. 350 neue Verteilerkästen müssen dafür errichtet werden. Als Vorteil für die Münsteraner bezeichnete er es, dass in den Wohnungen und Häusern keine baulichen Eingriffe geplant sind. Ein neuer Router reiche aus, das schnellere Netz zu nutzen.

Den Nachteil des – bundesweit einheitlichen – neuen Ausbaus räumte der Telekom-Mitarbeiter erst auf Nachfrage ein. Da auf den letzten Metern zu den Nutzern die Kupferkabel liegen bleiben, sei das schnellere Internet deutlich langsamer, als wenn man durchgehend Glasfaser verlegt hätte.

Aktuell plane die Telekom, über die neuen Leitungen Daten mit einer Geschwindigkeit von 100mBit/Sekunde zu verschicken. Glasfaser bis zum Endverbraucher hätte hingegen Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich ermöglicht.

Der Ausbau des Breitbandnetzes erfordert in der Altstadt den geringsten Aufwand. Lediglich 300 Meter Tiefbau sind hier erforderlich. Im Hanseviertel muss der Boden hingegen auf einer Länge von 9,1 Kilometern aufgerissen werden, im Werse-Bereich gar auf 11,4 Kilometern.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3748779?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F