Münster in der Einkommensstatistik 22.095 Euro pro Jahr und Nase

Münster -

Der Landesbetrieb Information und Technik hat die Einkommensdaten ermittelt. Danach stehen jedem Münsteraner im Jahr durchschnittlich 22 095 Euro zur Verfügung.

Von Klaus Baumeister
Münster in der Einkommensstatistik : 22.095 Euro pro Jahr und Nase
  Foto: Dietmar Jeschke

Das verfügbare Einkommen der Münsteraner ist in der Zeit zwischen 2004 und 2013 spürbar angewachsen. Zugleich legt eine vom Landesbetrieb Information und Technik veröffentlichte Statistik aber auch den Schluss nahe, dass viele Bewohner im Speckgürtel von Münster noch wohlhabender sind.

Im rechnerischen Durchschnitt stehen jedem Münsteraner 22095 Euro im Jahr zur Verfügung. Diese Angabe bezieht sich auf das Jahr 2013, neuere Zahlen wurden noch nicht ausgewertet. Zum Vergleich: 2004 hatte jeder Münsteraner „nur“ 19 324 Euro. Das ist eine Steigerung um 2771 Euro.

Im Detail kann man erkennen, dass die Kurve nicht kontinuierlich nach oben ging. Von 2008 auf 2009 sowie von 2011 auf 2012 mussten die Münsteraner Rückschläge hinnehmen.

Kommentar zum Thema

Kein Grund zur Klage

Im Landesdurchschnitt liegt das Einkommen bei 20 571 Euro, womit klar ist, dass Münster ein vergleichsweise wohlhabendes Pflaster ist. Besonders aufschlussreich ist beispielsweise der Vergleich mit dem Gelsenkirchener, der pro Jahr und Nase 6191 Euro weniger zur Verfügung hat. Der Abstand zu weiteren Ruhrgebiets-Städten ist ebenfalls riesig.

Gleichwohl gehören die Münsteraner – in der zeitlichen Perspektive – eher zu den Verlierern. Unter 396 Kommunen, die in der Statistik auftauchen, belegte Münster 2004 den 65. Platz, 2013 war es der 117 Platz.

In Telgte oder Lüdinghausen liegt das Einkommen mit jeweils klar über 24 000 Euro deutlich höher, Münsterland-Sieger ist Tecklenburg mit über 25 000 Euro.

Hier einige Umlandkommunen, die vor Münster liegen: Billerbeck, Coesfeld, Nordkirchen, Drensteinfurt, Sendenhorst, Altenberge.

Es ist nicht davon auszugehen, dass in Münster schlechter verdient wird als im Umland. Eher dürfte es so sein, dass der hohe Studentenanteil zu Buche schlägt. Ihr verfügbares Einkommen ist in der Regel niedriger als bei Erwerbstätigen. Mit der Einführung der Zweitwohnsitzsteuer stieg der Anteil der Studierenden mit Erstwohnsitz deutlich. 

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3746824?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F