Preußen stehen Sicherheitsbeauftragten weiterhin zur Seite Doppelspitze für die Sicherheit

Münster - (Aktualisiert) Preußen Münster hat eine neue Doppelspitze: Sportvorstand Carsten Gockel und Wilfried Kramer werden die Funktionen des Sicherheitsbeauftragten beim Fußball-Drittligisten vorläufig ausüben.

Von Alexander Heflik
Beim Spiel gegen Hansa Rostock zündeten Ultras reichlich Pyrotechnik. Foto: Jürgen Peperhowe
Beim Spiel gegen Hansa Rostock zündeten Ultras reichlich Pyrotechnik. Foto: Jürgen Peperhowe

Nach der Eröffnung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft gegen den Sicherheitsbeauftragten des SC Preußen 06, Roland Böckmann, steht der Verein seinem langjährigen Mitarbeiter bei der Aufarbeitung der Geschehnisse weiterhin zur Seite“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Der seit 13 Jahren dieses Amt ausübende Sicherheitsbeauftragte war am Freitag von der Polizei vernommen worden, seine Privatwohnung sowie der Arbeitsraum in der Haupttribüne wurden durchsucht. Die Staatsanwaltschaft hat einen Anfangsverdacht, dass eine Strafvereitelung vorliegt, was die pyrotechnischen Vorfälle im Heimspiel des SC Preußen gegen Hansa Rostock am 16. Oktober betrifft.

Bei der Täterermittlung soll er ausgesagt haben, die Personen nicht zu kennen – das wird von der Staatsanwaltschaft angezweifelt.

„Wir werden die weitere Entwicklung des eröffneten Verfahrens gemeinsam abwarten“, so Geschäftsführer Carsten Gockel. Gemeinsam mit dem früheren Polizisten Wilfried Kramer, der seit 1. Juli für die Veranstaltungsleitung bei Preußen-Partien zuständig ist, tritt er interimsmäßig in Aktion. Kramer hatte, bevor er in den Ruhestand trat, in über 100 Partien des SCP die polizeiliche Einsatzleistung inne gehabt.

Durchsuchung im SCP-Büro

Rückendeckung für Sicherheitschef

Über die neue Tätigkeit als Veranstaltungsleiter sagte der 62-Jährige im Magazin „Preußen-Journal“: „Eine große Bandbreite, die viele Herausforderungen und zum Teil Neuland mit sich bringt, ist das.  Miteinander zu reden ist wichtig.“ Kramer fügte laut Pressemitteilung hinzu: „Gerade jetzt muss man mit allen Beteiligten im Gespräch bleiben, um die Probleme gemeinsam zu lösen.“

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