Gegner kündigen Demonstration an AfD-Chefin Frauke Petry kommt nach Münster

Münster -

AfD-Chefin Frauke Petry kommt nach Münster, um eine öffentliche Veranstaltung ihrer Partei zu besuchen. Prompt regt sich massiver Widerstand. 

Von Klaus Baumeister
Frauke Petry (AfD)
Frauke Petry (AfD) wird am Donnerstag in Münster erwartet. Foto: dpa

Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry kommt nach Münster – und ruft jede Menge Gegner auf den Plan. Der münsterische AfD-Kreisvorsitzende Helmut Birke bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass Petry am Donnerstag eine öffentliche Veranstaltung der Partei besuchen und dabei auch sprechen werde. Anlass sei die Gründung eines eigenen Jugend­verbandes für den Bezirk Münsterland. Der Jugend­ableger nennt sich „Junge Alternative“.

Den Veranstaltungsort möchte die AfD nach Angaben Birkes erst am Mittwoch bekannt geben. Wirte, die der AfD Veranstaltungsräume zur Verfügung stellen würden, müssten mit „Drohungen“ rechnen. Um den Wirt zu schützen, gebe es deshalb nur eine kurzfristige Bekanntgabe.

Carsten Peters, Sprecher des Bündnisses „Keinen Meter den Nazis“, erklärte unterdessen, dass eine Demonstration gegen die AfD-Veranstaltung geplant sei. Man werde bei der Polizei auf jeden Fall beantragen, „in Sicht- und Hörweite des Veranstaltungssaals“ demonstrieren zu dürfen.

Laut Peters ist ein „klares Signal“ erforderlich, um zu zeigen, dass „Frauke Petry in Münster nicht willkommen ist“. Die AfD sei derzeit „die aktivste Partei im rechten Spektrum“, sagte der Sprecher des Bündnisses.

Bei der münsterischen Polizei wurde bislang noch keine Demonstration im Zusammenhang mit der AfD-Parteiveranstaltung beantragt. „Uns liegt nichts vor“, hieß es in der Pressestelle.

Carsten Peters bestätigte dies. Die AfD-Gegner würden die Demonstration bei der Polizei anmelden, sobald der Versammlungsort bekannt sei. Unabhängig davon laufe bereits die Mobilisierung. Im Internet gibt es eine lebhafte Debatte. Birke erklärte derweil, dass die Veranstaltung mit Frauke Petry auf jeden Fall öffentlich zugänglich sein soll. Ob und wie ein Ordnungsdienst organisiert werde, sei derzeit noch offen.

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