Passanten im Visier Mit Schreckschusspistole auf Beutezug

Münster -

Wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung in vier Fällen muss sich ein 38-jähriger Münsteraner vor dem Landgericht Münster verantworten. Laut Anklage soll der Täter mit einer Pistole Passanten unter anderem zur Herausgabe von Geld und anderen Wertgegenständen gezwungen haben.

 
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Im September 2014 waren er und seine Lebensgefährtin nachts unterwegs. Sie fragten einen Passanten nach einer Zigarette. Als der Mann den Blick abwendete, soll ihm der Angeklagte die Pistole an die Schläfe gehalten haben. Die Beute: Bargeld und ein Handy.

Zwei Tage später soll sich der Münsteraner abends auf einem Supermarktparkplatz auf den Beifahrersitz eines Autos  gesetzt haben, während die Fahrerin gerade ihre Einkäufe einräumte. Als sie in das Auto stieg und die Pistole sah, flüchtete sie und rief um Hilfe – woraufhin der Räuber verschwand. Kurz darauf soll er einigen Jugendlichen ein Fahrrad abgenommen haben.

Die letzte Tat ereignete sich um 22.30 Uhr, ebenfalls auf einem Supermarktparkplatz. Der Täter zwang eine Autofahrerin, mit ihm loszufahren. An einer Bushaltestelle musste sie ihm ihren Wagen und Bargeld übergeben. Mit dem Wagen fuhr er weiter.

Der Angeklagten war zu den Tatzeiten sehr stark alkoholisiert und stand unter Drogeneinfluss. Er kann sich nur bruchstückhaft erinnern. Die Verteidigung gab zu Protokoll, dass es sich bei der Pistole um eine Schreckschusswaffe handelte, die weder geladen war noch funktionierte. Zudem schweigt der Angeklagte zur zweiten Tat. Bei den anderen ist er geständig.

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