Urteil des Amtsgerichts Münster Fahrrad-Dieb muss ins Gefängnis

Münster -

Bei ihren nächtlichen Streifzügen hatten es die Täter auf hochwertige Fahrräder abgesehen. Im März und Juli 2015 brachen sie in Emsdetten und Münster in Fahrradgeschäfte ein.

Von Hans-Erwin Ewald
 
  Foto: Jörn Martens

Bei ihren Beutezügen entwendeten sie 44 Fahrräder, 400 Euro Bargeld und anderes Diebesgut. Der entstandene Schaden ist im sechsstelligen Euro-Bereich anzusiedeln. Nach einer Observation in der Nacht zum 9. Juli wurden die Täter in flagranti ertappt.

Am Donnerstag standen nun ein 23 und ein 29 Jahre alter Münsteraner wegen Bandendiebstahls vor dem Amtsgericht. Die Anklage legt dem Duo zur Last, sich mit weiteren extra verfolgten Personen zu Diebeszügen zusammengeschlossen zu haben.

Der 29-Jährige wies seine Beteiligung zurück und erklärte, einen Transporter mit gestohlenen Rädern nur im Auftrag eines Mittäters für einen Umzug angemietet zu haben. Wer aber umziehen sollte, das habe er nicht gewusst. Von den Fahrraddiebstählen will er erst erfahren haben, nachdem die Angeklagten erwischt worden waren, berichtete der Mann.

Im Verlauf des Prozesses wurde das Verfahren verschlankt. Übrig blieb für den 23-Jährigen der Diebstahl von neun Fahrräder in Münster. Darin zeigte sich der Mann geständig. Dafür verurteilte ihn das Amtsgericht zu zweieinhalb Jahren Haft. „Sie haben sich in ihrem Geständnis nur auf das beschränkt, was bereits feststeht“, sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.

Planung und kriminelle Energie wertete sie zu Ungunsten des einschlägig vorbestraften Angeklagten. Noch einen Tag vor der zugrunde liegenden Straftat habe er ein Urteil wegen Erschleichen von Leistungen kassiert, hob die Richterin hervor. Dennoch war der Angeklagte am Ende erleichtert: Der bestehende Untersuchungshaftbefehl wurde außer Vollzug gesetzt.

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