Frank Turner im Skaters Palace Show Nummer 1809

Münster -

Das Konzert im ausverkauften Skaters Palace war seine 1809. Show. Das Publikum war von Frank Turners Auftritt restlos begeistert.

Von Britta Flachmeier
Vor ausverkauftem Haus spielte Frank Turner im Skaters Palace. Es war seine 1809. Show.
Vor ausverkauftem Haus spielte Frank Turner im Skaters Palace. Es war seine 1809. Show. Foto: Flachmeier

Zwei große Lichtboxen flimmern auf der Bühne und weisen auf Frank Turner & The Sleeping Souls hin. Um Punkt 22 Uhr kommen die Musiker auf die Bühne. Sänger Frank Turner bildet dabei das Abschlusslicht. Adrett gekleidet in weißem Hemd und schwarzer Krawatte, schreit er den Fans ein kraftvolles „Welcome to show number 1809!“ entgegen.

Schwungvoll hängt sich der Protagonist des Abends seine Gitarre um den Hals und fegt zu dem Lied „The next storm“ über die Bühne. Das ist der Grundstein für eine schweißtreibende Live- Show, bei der kein T-Shirt, respektive Hemd, trocken bleiben wird. Auch Turners Oberbekleidung ist nach nur wenigen Liedern komplett durchgeschwitzt. Der Mann gibt mit seiner Gitarre Vollgas, seine Mitmusiker stehen ihm dabei in nichts nach.

Die Band kann sich an diesem Abend auf die anwesenden Besucher verlassen. Bei neuen und alten Stücken übertönen sie stimmgewaltig regelmäßig den Gesang von der Bühne. Der Frontmann freut sich über so viel positive Resonanz. Seine kurze Erklärung für die Regeln dieses Abends ist damit eigentlich überflüssig. Dennoch, die zwei wichtigsten lauten: „Seid nett zueinander – und singt verdammt noch mal mit.“

Inzwischen hat sich der Innenraum in eine brodelnde Masse verwandelt, alle lassen sich von der Bühnenpräsenz der Engländer mitreißen. Andächtig wird es erst, als Turner den nächsten Song dem an diesem Sonntag verstorbenen David Bowie widmet. Es folgt „Peggy sang the blues“. Kurz darauf verschwinden alle Musiker von der Bühne, und Frank Turner leitet seinen Solo-Part ein. Das ist traditionell der beste Moment zum Luftholen.

Zurück in voller Stärke, stehen fünf Männer auf der Bühne und läuten das Finale ein. Alle Kraftreserven werden den Fans noch einmal entlockt, und die beiden Hits „I still believe“ und „Four simple words“ lassen diesen rundum gelungenen Abend ausklingen.

Die Fans sind glücklich. Allen voran Steffen (24) aus Berlin. Er resümiert: „Auch bei meinem 60. Konzert hat es Frank Turner geschafft, mich zu begeistern.“ Steffen vergleicht andere Konzerte mit diesem Tourauftakt. Der Münster-Gig sei „besonders gut“ gewesen. „Ich habe mich sehr über ,Vital signs‘ und ,Time Machine‘ gefreut. Das sind zwei recht selten gespielte Songs.“ Er nimmt insgesamt an zehn der zwölf Deutschlandkonzerte von Frank Turner teil und ist nun voller Vorfreude auf die kommenden Abende. Auch Lena (21) aus Rosendahl bilanziert, dass dieses Konzert mühelos alle ihre Erwartungen übertroffen habe. Auch die Vorbands hätten ihren Geschmack getroffen.

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