Tennengericht der KG Paohlbürger Doppelzelle für Remmel und Knop

Münster -

Bei der närrischen Gerichtsverhandlung am 31. Januar im Paohlbürgerhof am Heumannsweg sind NRW-Umweltminister Johannes Remmel und der Comedian Matze Knop vorgeladen. Anklageschriften haben auch Jovel-Chef Steffi Stephan und West-Lotto-Chef Andreas Kötter bekommen.

Von Helmut P. Etzkorn
Die Angeklagten beim Tennengericht 2016: Linke Reihe von oben Comedian Matze Knop, das Schlager-Duo Judith und Mel sowie der Ruhrpott-Kabarettist Bruno „Günna“ Knust. Rechte Reihe von oben: Musiker, Jovel-Besitzer und Stadtfest-Organisator Steffi Stephan, Westlotto-Chef Andreas Kötter sowie der grüne NRW-Umweltminister Johannes Remmel.
Die Angeklagten beim Tennengericht 2016: Linke Reihe von oben Comedian Matze Knop, das Schlager-Duo Judith und Mel sowie der Ruhrpott-Kabarettist Bruno „Günna“ Knust. Rechte Reihe von oben: Musiker, Jovel-Besitzer und Stadtfest-Organisator Steffi Stephan, Westlotto-Chef Andreas Kötter sowie der grüne NRW-Umweltminister Johannes Remmel. Foto: hpe/ohw

Weil er wegen seiner „irrationalen Tierliebe millionenfach die Vermehrung wild lebender Katzen fördert“, muss sich der Verantwortliche für das verschärfte Jagdgesetz, Umweltminister Johannes Remmel, am 31. Januar ab 13 Uhr vor dem närrischen Tennengericht der KG Paohlbürger verantworten. Mit ihm zusammen sitzen Musiker, Sänger und ein Lotteriechef auf der Anklagebank.

Auf Remmel wartet als Strafe entweder eine Deportation ins Siegerland oder eine Reise nach Kattenvenne, wo die Paohlbürger neben den Katzen „im Zuge der Darwinschen Mutationslehre“ die ersten Säbelzahntiger gesichtet haben wollen. Die dritte Alternative wäre die Unterbringung des grünen Politikers in einer Doppelzelle mit dem ebenfalls angeklagten Comedian Matze Knop.

Der Paohlbürger-Generalstaatsanwalt Armin Halle über Knop: „Es wechselt Stimme, Sprache, Habitus und Meinung öfter, als es üblich ist. Der von ihm nachgeahmte Franz Beckenbauer überlegt schon, künftig nur noch als Matze Knop auftreten zu wollen.“ Und weil Knop „den Weltfußballverband Fifa als „Finanz-Initiative für Arme“ verharmlost haben soll und „permanent auf der Flucht ist“, dürfte er vor den unerbittlichen Tennenrichtern „endgültig ins Abseits laufen“.

Der Dortmunder Kabarettist und ehemalige BVB-Stadionsprecher Bruno Knust, besser bekannt als „Günna“, ist nicht nur in seinem Theater Olpketal für seine Schlagfertigkeit und ein ausgeprägtes Improvisationstalent bekannt. Bei den Paohlbürgern wird er seine Stärken voll ausspielen müssen, weil „Günna“ laut Anklage mit seiner „ruhrpöttischen Stimme die schwarz-gelbe Jubelmeute bis kurz vor Ausbruch einer Revolution“ aufgeheizt haben soll.

Jovel-Chef Steffi Stephan hat nach Überzeugung der jecken Richter eine kriminelle Vereinigung ins Leben gerufen. „Mit dem einzigen Zweck, das Münsterland mit musikähnlichen Getöse zuzudröhnen“, so Halle. Lediglich eine Einladung von Stephan zum „verführerischen Gelage im Jovel“ könnte die Richter gnädig stimmen.

West-Lotto-Chef Andreas Kötter könnte sich „mit den richtigen Zahlen auf dem Tippschein“ retten und das Duo Judith & Mel“ bekommt die Handschellen nur abgenommen, wenn die Schlager im Saal gut rüberkommen. Karten gibt es bei Ehrensenatspräsident Heinz Seeger, Telefon 0251/ 272512.

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