Münster Die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Die Diakonie kümmert sich seit 2009 um Jugendliche, die ohne ihre Eltern geflohen sind, fast alle sind Jungen. Momentan sind es 45, demnächst eröffnet eine weitere Wohngruppe. In diesen sogenannten Clearingstellen machen sich Sozialpädagogen und Erzieher ein Bild vom Bildungsstand, der gesundheitlichen Verfassung und eventuellen Traumata. Drei Monate bleiben die Jugendlichen hier, in dieser Zeit wird ein Vormund bestimmt, individuell passende Schulen oder Ausbildungseinrichtungen werden gesucht. Für die jugendlichen Flüchtlinge, im Durchschnitt sind sie 16 Jahre alt, werden auch Pflegefamilien gesucht, erklärt Norbert Siebers von der Diakonie Münster. Die Jugendlichen werden auch weiter in anderen Wohngruppen betreut. Mit Abschiebung müsse keiner von ihnen rechnen. Die Stadt geht von der Zuweisung von 150 unbegleiteten Jugendlichen aus. - kv-

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