Stadtteilzentrum geschlossen Lorenz-Süd fehlt im Stadtteil

Münster -

Knapp einen Monat nach dem Brand im Stadtteilzentrum Lorenz-Süd konnte erst ein kleiner Bereich im Keller wieder eröffnet werden. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt fordert nun von der Stadt eine rasche Renovierung der betroffenen Räume.

Von Helmut P. Etzkorn
Noch liegen die Trümmer aus der Brandnacht vor dem Stadtteilzentrum Lorenz-Süd in Berg Fidel. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, Ratsherr Hans Neumann und Karl-Heinz Winter (v.l.) setzen sich für eine rasche Schadensbeseitigung ein.
Noch liegen die Trümmer aus der Brandnacht vor dem Stadtteilzentrum Lorenz-Süd in Berg Fidel. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, Ratsherr Hans Neumann und Karl-Heinz Winter (v.l.) setzen sich für eine rasche Schadensbeseitigung ein. Foto: hpe

Es wird wohl noch Monate dauern, bis das „Herz von Berg Fidel“ wieder so kräftig schlägt wie bis zum 19. Dezember 2015, als Einbrecher einen Teil des kommunalen Stadtteilzentrums Lorenz-Süd in Schutt und Asche legten.

Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (CDU) will nun beim städtischen Amt für Immobilienmanagement Druck machen, damit die Sanierung und Reinigung möglichst schnell in Angriff genommen wird.

„Lorenz-Süd ist als städtische Einrichtung enorm wichtig für Jugendliche und ausländische Bewohner in Berg Fidel. Jeder Tag, an dem die vielen Räume und Einrichtungen nicht genutzt werden können, ist ein verlorener Tag“, so Schmidt. Die bislang im Lorenz-Süd organisierte Betreuung der Primus-Schulkinder ist von der Zwangsschließung genauso betroffen wie die Fahrrad-Werkstatt für Migranten, Kunstkurse und Nachmittags-Aktivitäten für Kinder. Das Café, für viele Alleinstehende im Stadtteil der einzige Mittagstreff mit warmer Verpflegung, fehlt ebenfalls „an allen Ecken und Kanten im Viertel“, so Schmidt.

Auch Karl-Heinz Winter vom Förderverein „Von Mensch zu Mensch in Berg Fidel“ kann seine Kurse und Treffen nicht mehr am gewohnten Ort abhalten, ähnlich geht es vielen Vereinen und Initiativen im Stadtteil. „Es gibt keine Ersatzräumlichkeiten, deshalb muss es jetzt schnell gehen“, so Winter.

Das wenige Wochen vor dem Brand frisch renovierte Flachdach hat zum Glück nur einen leichten Schaden erlitten und ist schon repariert, viele Räume müssen vor einer erneuten Nutzung lediglich gründlich gereinigt werden. Ein Teil des Gebäudekomplexes muss aber entkernt und neu ausgebaut werden. Auch müsste nun dringend eine Einbruchmeldeanlage installiert werden, so Schmidt.

Inzwischen konnte zumindest der Jugendtreff im Keller durch einen Extra-Eingang wieder seine Arbeit aufnehmen. Das Café soll laut Stadt bis Ende Februar wieder nutzbar sein.

Am Freitag wollen die Firmen, die mit den Arbeiten beauftragt werden, erste Terminabsprachen treffen und dann zügig loslegen. Bis zum Sommer soll das Zentrum dann wieder uneingeschränkt nutzbar sein.

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